Rebecca Göllner Die Harke

Rebecca Göllner Die Harke

26.04.2016 Von Rebecca Göllner

Auffallen um keinen Preis

Es gab die „wilden 60er-Jahre“, in den 80er-Jahren gab es immer mehr Punks, und auch die 90er waren geprägt von Menschen, die für Aufsehen sorgten. Wie sieht es heute aus? Möchten Jugendliche noch auffallen? Nein, sie möchte es nicht. Zumindest besagt das die Sinus-Studie, die jetzt veröffentlich wurde. Die Forscher haben dazu Jugendlichen im Alter zwischen 14- und 17 Jahren befragt. Das Ergebnis: Provokante Subkulturen gibt es kaum noch. Die Teenager wollen lieber sein wie alle. Das Wort Mainstream sei für die Altersgruppe kein Schimpfwort mehr, sondern sei Bestandteil des Selbstverständnisses. Darin erkennen die Forscher vom Sinus-Institut laut Studie eine Sehnsucht nach Aufgehoben- und Akzeptiertsein, Geborgenheit, Halt – beispielsweise durch die Eltern. Das gelte sowohl für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. Während es vor einigen Jahren also noch hieß, „auffallen um jeden Preis“, ist die breite Masse der Jugendlichen heutzutage lieber angepasst. Bis sich eben eines Tages wieder eine neue Subkultur bildet. Wichtig ist nur, dass jede Generation für ihre Werte eintritt. Das macht auch die heutige Jugend. Werte wie Freiheit, Aufklärung und Toleranz werden von ihr gelebt. Das zeigt auch das Beispiel der Jugendlichen des Kirchenkreises auf Seite 20 in dieser Ausgabe.

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Erstellt:
26. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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