Kristina Stecklein DH

Kristina Stecklein DH

Landkreis 09.04.2019 Von Kristina Senning

Aufklärung statt Verbot

Guten Tag

Sobald die ersten Sonnenstrahlen am Morgen ihren Weg ins Schlafzimmer finden, ist es vorbei mit der entspannten Nachtruhe. „Und dann auch noch die doofen Vögel“, denke ich entnervt und drehe mich auf die Seite. Besonders eines der gefiederten Tierchen hat es wohl auf meinen Schlaf abgesehen und trötet mit seinen Kollegen um die Wette. Und doch bin ich dafür dankbar, dass wir diese Natur erleben dürfen - mit all ihren Facetten. Das ist auf dem Land erfreulicherweise noch etwas anders, als in der Stadt. Der NABU hat sich in dieser Woche sehr deutlich über das Problem der immer beliebter werdenden Steingärten ausgelassen. Unter diesen „Steinwüsten“ würde die Artenvielfalt leiden. Deshalb fordert der Naturschutzbund von den Städten und Gemeinden, mit konkreten Maßnahmen gegen diese Art von Gärten vorzugehen.

Verbote erwirken oft das Gegenteil und schüren Wut und Unverständnis. Dabei ist es viel wichtiger, aufzuzeigen, wieso es so relevant ist, die Artenvielfalt zu fördern. Schließlich liefern wir mit einem bunten Blumenbeet unseren wichtigsten Ökosystem-Mitarbeitern, den Bienen, ihre Nahrung. Ohne sie gebe es weniger Pflanzen, mehr Krankheiten. Albert Einstein formulierte das sogar noch drastischer: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

Dieses Zitat rüttelt wach. Viel mehr, als die zwitschernden Vögel es am Morgen je könnten. Ich für meinen Teil genieße von nun an also den frühen Geräuschpegel, versuche, mich nicht zu beschweren, und schmeiße beim nächsten Einkauf ein paar Tütchen Wildsamen in den Einkaufskorb. Das ist wohl das Mindeste, was wir als „Dankeschön“ für unsere fleißigsten Helfer tun können.

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Erstellt:
9. April 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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