In den Helios-Kliniken in Nienburg und Stolzenau werden bis zum 27. Januar nur noch absolute Notfallpatienten sowie Schwangere bei der Geburt behandelt. Foto: Schmidetzki

In den Helios-Kliniken in Nienburg und Stolzenau werden bis zum 27. Januar nur noch absolute Notfallpatienten sowie Schwangere bei der Geburt behandelt. Foto: Schmidetzki

Landkreis 25.01.2021 Von Die Harke

Aufnahmestopp in Kliniken Nienburg und Stolzenau

Notfallpatienten werden weiterhin aufgenommen / Zehn Tage Quarantäne für alle entlassenen Patienten

Aus „Kapazitätsgründen“ verhängen die Helios-Kliniken Mittelweser bis Mittwoch, 27. Januar, einen Aufnahmestopp in den Krankenhäusern Nienburg und Stolzenau. „Wir möchten hiermit unser Personal entlasten“, erklärt Klinikgeschäftsführer Thomas Clausing am Montag in einer Pressemitteilung.

Dies gelte ausdrücklich jedoch nicht für Schlaganfallpatienten, Covid-19-Patienten sowie die sogenannte Schockraumversorgung, also die Versorgung lebensgefährlicher Verletzungen und Erkrankungen sowie Geburten.

Ebenfalls werde für entlassene Patienten eine zehntägige Quarantäne angeordnet. Diese Maßnahmen seien mit dem Landkreis Nienburg abgestimmt, teilte Helios. Der hohe Inzidenzwert im Landkreis Nienburg und die erhöhte Anzahl an Covid-19-Infektionen im Krankenhaus hätten weitere Maßnahmen nach sich gezogen, die die Helios-Kliniken gemeinsam mit dem Landkreis Nienburg beschlossen hätten.

Zum einen gilt – und seit Montag für die Dauer der nächsten zwei Wochen – für aus den Kliniken in Nienburg und Stolzenau entlassene Patienten eine häusliche Quarantäne von zehn Tagen. Entlassene Patienten, die hilfsbedürftig seien, dürften sich dabei von maximal einem Angehörigen betreuen und pflegen lassen. Die notwendige Betreuung, beispielsweise durch ambulante Pflegedienste, seien davon nicht betroffen.

Weitere Maßnahmen seien bereits in den letzten Tagen verhangen worden. Hierzu zähle ein abgeändertes Besuchsrecht für Väter, die nun nicht mehr auf der Station, sondern nur noch bei der Geburt dabei sein dürften.

Für Mitarbeiter würden tägliche Abstriche auf Covid-19, verschärfte Pausenregelungen, das verpflichtende Tragen von FFP2-Masken für Mitarbeiter aller Bereiche sowie verstärkte Schutzkleidung für Mitarbeiter mit patientennahen Tätigkeiten.

Neu aufgenommene Patienten mit Ausnahme der Covid-Stationen würden nur noch in Einzelzimmern untergebracht und vor Entlassung noch einmal abgestrichen.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir mit diesen Maßnahmen einer weiteren Ausbreitung des Virus’ entgegenwirken. Ausdrücklich danke ich noch einmal meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren starken Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung. Ohne Sie hätten wir keine Möglichkeit, auch die immer höhere Zahl an am Coronavirus leidenden Patienten zu versorgen“, so Klinik-Geschäftsführer Clausing abschließend.

Update 27. Januar 2021 - 15 Uhr

Nach Abstimmung mit dem Landkreis haben sich die Helios-Kliniken Mittelweser dazu entschieden, den kapazitätsbedingten Aufnahmestopp bis einschließlich Sonntag, 31. Januar 2021, weiter fortzuführen. Ausgenommen vom Aufnahmestopp sind weiterhin COVID-19-Patienten, Schlaganfallpatienten, Patienten mit lebensgefährlichen Verletzungen oder Erkrankungen sowie Geburten.

„Wir haben trotz der vorübergehenden Schließung 20 Notfallaufnahmen am Tag gehabt“, so Klinikgeschäftsführer Thomas Clausing. „Die Personalsituation lässt es derzeit allerdings noch nicht zu, die Klinik komplett wieder zu öffnen.“

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Erstellt:
25. Januar 2021, 17:08 Uhr
Aktualisiert:
27. Januar 2021, 15:03 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 11sec

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