Die Arbeitslosenquoten der Region im Vergleich. Grafik: Agentur für Arbeit

Die Arbeitslosenquoten der Region im Vergleich. Grafik: Agentur für Arbeit

Landkreis 30.06.2017 Von Die Harke

Aufschwung geht am Landkreis vorbei

Arbeitslosenquote unverändert bei 5,1 Prozent / Quote in der Region sinkt seit Februar

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der [DATENBANK=5543]Agentur für Arbeit Nienburg-Verden[/DATENBANK] ist im Juni erneut zurückgegangen. Im Berichtsmonat waren bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern insgesamt 11713 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 112 Personen weniger als im Mai und 368 weniger als vor einem Jahr. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen beträgt die Arbeitslosenquote jetzt 4,5 Prozent, nach 4,6 Prozent im Mai und 4,7 Prozent im Juni des vergangenen Jahres. Dazu [DATENBANK=5434]Torben Lach[/DATENBANK], Bereichsleiter Arbeitsagentur: „Der Arbeitsmarkt in unserer Region hat sich im Juni weiter verbessert. Damit hält der Rückgang der Arbeitslosigkeit seit Februar kontinuierlich an. Auch der hiesige Arbeitsmarkt folgt der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll. In vielen Branchen werden qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Allerdings wird es zunehmend schwieriger, den Kräftebedarf passgenau mit Arbeitsuchenden zu decken“, kommentiert Lach die aktuelle Situation.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu gehören zusätzlich zu den Arbeitslosen die Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind. Die Unterbeschäftigung umfasste im Juni nach vorläufigen Angaben 16.343. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer sank weiter auf zuletzt 2860. Das waren 112 oder 3,8 Prozent weniger als im Mai aber 332 Männer und Frauen oder 13,1 Prozent mehr als im Juni vor einem Jahr. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger hier leben, als auch neu hinzugekommene Geflüchtete. Gezählt werden Geflüchtete, die als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sind und sich im Agenturbezirk um Arbeit oder Ausbildung bemühen. Im Berichtsmonat waren 1367 Geflüchtete bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen als arbeitslos gemeldet. Weitere 1839 befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder waren erwerbstätig und suchten eine Stelle.

Trotz leicht sinkender Arbeitslosigkeit verringerte sich im Landkreis Nienburg die Arbeitslosenquote nicht und blieb damit bei 5,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 5,4 Prozent. Im Laufe des Berichtsmonats meldeten sich 851 Personen arbeitslos. Da sich 912 Männer und Frauen aus der Arbeitslosigkeit abmeldeten, reduzierte sich der Bestand an Erwerbslosen im Berichtsmonat um 55 oder 1,6 Prozent auf 3381. Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 164 oder 4,6 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, stieg die Arbeitslosigkeit um 2,3 Prozent oder 28 Männer und Frauen auf jetzt 1254 Personen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Erwerbslosigkeit um 36 Personen beziehungsweise um drei Prozent.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Arbeitslosenzahl im Berichtsmonat zum Vormonat um 3,8 Prozent bzw. 83 auf 2127 Personen gesunken und liegt mit 8,6 Prozent auch unter dem Vorjahreswert.

Die Arbeitgeber im Landkreis Nienburg meldeten 224 freie Stellen. Im Berichtsmonat gab es im Landkreis noch 941 unbesetzte Arbeitsangebote.

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Erstellt:
30. Juni 2017, 21:00 Uhr
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