Arne Hildebrandt DH

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NIenburg 19.01.2017 Von Arne Hildebrandt

Auftritt bei Trump keine Schande

„Peinlich - ein Schande für Chor und Kirche“, erhielt Dietrich Kempski, früherer Gemeindeleiter der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Nienburg, Eilnachrichten von Glaubensfreunden aus Deutschland und Europa, jedoch nicht aus den USA. Grund ist die angenommene Einladung des Mormon Tabernakel Chors aus Salt Lake City durch Donald Trump zur heutigen Vereidigung und Amtseinführung. Der Langendammer hat über 30 LPs und CDs des 330-Stimmen-Chores, der seit 1873 bei jeder Amtseinführung eines US-Präsidenten gesungen hat. Nienburger Adventsbasarbesucher hatten den Missionarchor schon vor 20 Jahren gehört, allerdings nicht live, wie ihn der damalige Kultur-Chef Ehler Meyer versehentlich angekündigt hatte.

Kempski versteht die Amerikaner, die den Auftritt des Chores bei [DATENBANK=236]Trump[/DATENBANK] nicht als Zustimmung zur Person des US-Präsidenten sehen, denn dann hätte der Chor auch nicht bei den ebenfalls umstrittenen Präsidenten George W. Bush und Nixon singen dürfen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

„Die Kirche ist politisch neutral und lässt allen Mitgliedern, die eigenverantwortliche Entscheidung, wen sie wählen.“ Kempski, der den Präsidenten der Kirche Thomas S. Monson seit 1968 persönlich kennt, hofft mit einer Erklärung für die sehr betroffenen Bürger und Mitglieder der Weltkirche auf Verständnis: „Der Chor unterstützt den feierlichen Vorgang einer friedlichen Machtübergabe. Eine Präsidentenvereidigung ist eine zivile Zeremonie, die die Persönlichkeit dessen, der in das Amt eingeführt wird, übersteigt.“

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Erstellt:
19. Januar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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