Arne Hildebrandt DH

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Kolumne 10.11.2016 Von Arne Hildebrandt

Augen schon zugefallen

Wer ist eigentlich dieser Knirps neben [DATENBANK=236]Donald Trump[/DATENBANK]? Als der neue US-Präsident spät in der Wahlnacht vors Mikrofon trat, stand neben ihm mit etwas Abstand ein kleiner Junge. Völlig übermüdet wankte er, immer wieder fielen ihm die Augen zu. Der Kleine war Trumps Sohn Barron (10), der mit seinem Daddy auf die Bühne musste. Auf Facebook machte man sich prompt über den Ärmsten lustig. Der hätte lieber Red Bull trinken sollen, hieß es. Der Wahlabend auf CNN war so spannend und unterhaltend, so was wünscht man sich auch bei der Bundestagswahl. Da wurde jeder Bezirk gezeigt, wie viel Prozent gerade ausgezählt sind und wer vorn liegt. Zur gleichen Zeit wurde verglichen, wie der Wahlbezirk in den vergangenen Jahren abgeschnitten hat und spekuliert, wie es ausgehen könnte. Als ich um 2.30 Uhr ins Bett ging, lag Hillary Clinton noch deutlich vorn. Mit einem sicheren Gefühl, dass die Welt noch in Ordnung ist, ging ich beruhigt ins Bett. Allerdings war Florida noch nicht ganz ausgezählt, und Trump führte schon. Doch da waren noch die Bezirke, in denen normalerweise die Demokraten absahnen, nicht ausgezählt.

Am Morgen dann das große Erwachen. Trump hat es geschafft. Die ersten Witze sind schon im Internet. Da sagt Peter Griffin aus der TV-Serie „Family Guy“ zu seinem einfältigen, dümmlichen Sohn Eric: „Wenn wir eines von Bush und Trump gelernt haben, mein Sohn, dann, dass jeder Präsident werden kann. Auch du! Du darfst nur nie aufhören zu träumen.“

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Erstellt:
10. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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