Der Bücker Mühlbach wurde renaturiert. Kreisverband für Wasserwirtschaft

Der Bücker Mühlbach wurde renaturiert. Kreisverband für Wasserwirtschaft

Bücken 02.06.2017 Von Die Harke

„Aus dem Kanal ist ein Bach geworden“

Bückener Mühlbach: Bestandsaufnahme drei Jahre nach der Renaturierung

Vor drei Jahren hat der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband „Meerbach und Führse“ einen rund 100 Meter langen Abschnitt des Bückener Mühlbachs renaturiert. Nun zieht der [DATENBANK=277]Kreisverband für Wasserwirtschaft[/DATENBANK] eine erste Bilanz. [DATENBANK=5167]Hermann Morische[/DATENBANK] und [DATENBANK=1435]Holger Schomburg[/DATENBANK] vom Kreisverband erklären dazu: „Das hat sich wunderbar entwickelt.“ Wo bis vor drei Jahren ein Sohlabsturz als unüberwindliches Hindernis für Fische und Kleinlebewesen das Gewässer blockierte, liege nun ein kleines Tal, durch das der Bach Richtung Weser ströme. Aus dem Kanal sei wieder ein Bach geworden. Auch die Gewässerqualität sei recht gut, sagt Hermann Morische, Abteilungsleiter Gewässerunterhaltung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft.

Der Bückener Mühlenbach entspringt bei Wietzen und mündet nach 14 Kilometern und einer Höhendifferenz von etwa 40 Metern südlich von Hoya in die Weser. „40 Meter Gefälle auf der Strecke sind für unsere Region eine ganze Menge“, erklärt Hermann Morische. Schon früh wurde die Wasserkraft für Mühlen nutzbar gemacht; wirklich massive Eingriffe in den Bachlauf habe es aber erst in den 1960er und 1970er Jahren gegeben: Der Bach wurde begradigt und vertieft; zur Überwindung der Höhendifferenzen kamen Sohlabstürze ins Gewässerprofil – ökologische Verarmung sei die Folge gewesen.

Die mit 80 Prozent durch EU- und Landesmittel bezuschusste Renaturierung des Baches westlich von Bücken sei Teil eines Gesamtprojekts, mit dem der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband das, so Morische, „gute ökologische Potenzial“ des Mühlbachs wiederherstellen wolle: „Weitere Maßnahmen am Bückener Mühlenbach und seinen Nebengewässern - Graue und Calle - sind unter anderem im Rahmen der Flurbereinigung Warpe unter Federführung der Teilnehmergemeinschaft an den ehemaligen Mühlen geplant.“ Das entspreche den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

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Erstellt:
2. Juni 2017, 17:00 Uhr
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