Dorin Schindler, Miriam Eickhoff, Christian Krüger, Patrick Frauenreuther und Mario Posnanski (v.l.n.r.) wollen in Zukunft die ASB-Azubis im Rettungsdienst unterstützen. Foto: Diekmann

Dorin Schindler, Miriam Eickhoff, Christian Krüger, Patrick Frauenreuther und Mario Posnanski (v.l.n.r.) wollen in Zukunft die ASB-Azubis im Rettungsdienst unterstützen. Foto: Diekmann

Rehburg-Loccum 03.03.2020 Von Die Harke

Ausbildung von Sanitätern verbessern

Fünf Mitarbeiter leiten die angehenden Helfer künftig in der Praxis an / Aufgaben besser verteilen

Der ASB Rehburg-Loccum verbessert die Ausbildung von Notfall- und Rettungssanitätern. Künftig stehen den angehenden Helfern fünf so genannte Praxisanleiter zur Seite - bislang waren es zwei.

Wenn der Melder auslöst, ist das Team erst einmal auf sich allein gestellt und meist drängt auch noch die Zeit. Eine Rückfallebene gibt es nicht. „Für diese verantwortungsvolle Aufgabe brauchen die Retter eine gute Aus- und Fortbildung, die ihnen Handlungssicherheit gibt“, ist Joachim Salomé überzeugt. Er leitet die Rettungsdienstausbildung beim ASB-Kreisverband Nienburg. Er entwickelte ein umfangreiches Assessment-Center, das alle Kandidaten durchlaufen mussten.

Alle fünf Bewerber werden ausgebildet

Neben einer Ausarbeitung zum Thema „Verbesserung der Rettungswachen-Praktika“ musste eine klassische Anleitungssituation theoretisch erarbeitet und praktisch vorgeführt werden. Darüber hinaus gab es ein Interview mit einem Fragenkatalog. Alle Teile wurden mit einem geregelten Bewertungsbogen von Jens Sewohl, David Warneboldt sowie Joachim Salomé beurteilt und von einem Mitglied des Personalrates begleitet.

Am Ende fiel die überraschende Entscheidung: „Wir werden alle fünf Bewerber zu Praxisanleitern ausbilden“, sagte ASB-Geschäftsführer Jens Sewohl. Im Assessment-Center habe sich deutlich gezeigt, wie gut die regelmäßigen Fortbildungsmaßnahmen, Trainings und Prüfungen der Rettungsdienstmitarbeiter greifen, meint er. „Alle Bewerber haben sehr gut abgeliefert und sich – trotz Konkurrenzsituation – gegenseitig unterstützt“, ergänzte Salomé. „Um eine Auswahl zu treffen, müsste man schon das Haar in der Suppe suchen“, sagte er.

Durch die Verstärkung des Ausbildungsteams für den Rettungsdienst können wir die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen.

Jes Sewohl, ASB-Geschäftsführer

„Durch die Verstärkung des Ausbildungsteams für den Rettungsdienst können wir die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen“, unterstrich Sewohl. Ihm ist es nach eigenen Worten wichtig, dass die Azubis an allen Standorten nicht nur im Alltag, sondern auch bei den Anleitungstagen oder in der Prüfungsvorbereitung sehr gut betreut und begleitet werden. Mit den zusätzlichen Praxisanleitern seien die Vorgaben der Landesschulbehörde für die Ausbildung von Notfallsanitätern mehr als erfüllt.

Jedes Jahr werden bis zu fünf Notfallsanitäter ausgebildet

Zwei der neuen Praxisanleiter sind bereits als erfahrende Ausbilder in der Breiten- und Fachausbildung des ASB tätig. Sie müssen „nur“ noch eine einwöchige Zusatzschulung mit Abschlussprüfung durchlaufen. Für die anderen drei Kollegen wird es etwas umfangreicher: Sie müssen eine rund 200-stündige Weiterbildung inklusive einer Prüfung und einer Praxiserprobungsphase absolvieren, um die pädagogische Zusatzqualifikation zu erlangen.

Der ASB-Kreisverband Nienburg bildet jedes Jahr bis zu fünf Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter für den Rettungsdienst aus und die Qualität spricht sich herum. Die Plätze sind begehrt: „Für den Ausbildungsbeginn im kommenden August nehmen wir aufgrund der zahlreichen vorliegenden Bewerbungen keine mehr entgegen“, erzählt Sewohl. Wer sich für die Ausbildung bei den Samaritern im Landkreis Nienburg interessiert, sollte rechtzeitig eine Bewerbung für das Jahr 2021 einreichen, so der Geschäftsführer.

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Erstellt:
3. März 2020, 17:50 Uhr
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