Die Buxtehuderinnen um die Ex-Nienburgerin Liv Süchting (Mitte) ringen die HSG um die starke Marieke Heilmann und Paula Clasen (von links) nieder – 28:40. Nußbaum

Die Buxtehuderinnen um die Ex-Nienburgerin Liv Süchting (Mitte) ringen die HSG um die starke Marieke Heilmann und Paula Clasen (von links) nieder – 28:40. Nußbaum

Handball 24.11.2018 Von Helge Nußbaum

Ausgeträumt?

Handball-Bundesliga: Die A-Juniorinnen der HSG Nienburg verlieren zwar 28:40, doch es herrscht noch leise Hoffnung

Nienburg. Auf der Anzeigetafel der Meerbachhalle blinkte gestern Abend nach 60 Minuten ein bitteres 28:40 auf, doch alle Augen waren schnell auf die Diskussionen von HSG-Jugendwart Stefan Beckedorf mit seinen Trainern Janosch Rosenow und Denis Tomanek am Spielfeldrand gerichtet. Die A-Juniorinnen der HSG Nienburg hatten eigentlich gerade ihre Chance auf die nächste Runde der Handball-Bundesliga verspielt und ihren Traum wohl ausgeträumt, doch die Gäste vom Buxtehuder SV setzten bei ihrem Kantersieg mit Mia Lakenmacher eine vermeintlich nicht spielberechtigte Akteurin ein. Der Spielverlauf ist schnell erzählt: In der brechend vollen und damit restlos ausverkauften Meerbachhalle brachten die Rot-Schwarzen ihre geballte Willenskraft sofort auf die Platte. Die auffällige Marieke Heilmann netzte mit dem ersten Angriff zum 1:0 und nach einer guten Viertelstunde verwertete die bären- und nervenstarke Carla Clasen einen von ihren insgesamt neun erfolgreichen Versuchen vom Punkt zum 9:7. Die Halle bebte. Genauso hatten es sich Rosenow und Tomanek vorgestellt, doch sie hatten die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Der BSV stellte die eigenen Deckung auf ein 5:1-System um und fortan fanden Carina Wolf & Co. kein Mittel mehr gegen die massierte Abwehr um die Ex-Nienburgerin Liv Süchting. Zur Halbzeit lagen die Gäste bereits mit fünf Toren vorn – 18:13.

Nach dem Seitenwechsel legten die Buxtehuderinnen gleich drei Treffer nach und ließen die Nienburgerinnen nicht mehr ins Spiel kommen, sodass am Ende ein souveräner 40:28-Erfolg stand. Die Tränen von HSG-Torhüterin Lara Ruppelt kurzu nach Spielende könnten jedoch verfrüht gewesen sein, denn Beckedorf hegt arge Zweifel am ersten Einsatz von Mia Lackenmacher für den Buxtehuder SV. Eine Entscheidung über einen Enspruch ließen die Nienburger gestern Abend hingegen vorerst offen. Beckedorf: „Buxtehude hat hier heute einen starken Auftritt hingelegt und verdient gewonnen. Mit einem Einspruch macht man sich mit Sicherheit keine Freunde und ohnehin müssten wir erstmal gegen Frankfurt gewinnen, um noch eine Chance auf die nächste Runde zu haben.“

HSG Nienburg: Ottens, Ruppelt, Garbe – P. Clasen 2/1, Nuttelmann, Prange, C. Clasen 14/9, Heilmann 8. Block 2, Wolf 1/1, Meier, Böhlke, Pods, Döpke.

Strafwürfe: 13/11 (Marieke Heilmann und Carina Wolf scheitern je einmal)

Zuschauer: 350.

Spielfilm: 1:0, 2:2, 4:5, 9:7, 9:10, 11:13, 13:18 (30.), 13:21, 17:22, 20:24, 23:28, 24:35, 28:30 (60.).

Am Sonntag um 15 Uhr findet die zweite Partie des Doppelspieltags in der Meerbachhalle statt. Es gibt noch wenige Restkarten an der Tageskasse. Den Spielbericht der heutigen Partie und weitere Stimmen finden sie in unserer morgigen HARKE-Ausgabe.

Nienburgs Carla Clasen präsentierte sich in der brechend vollen Meerbachhalle in Topform. Sie warf die Hälfte aller HSG Tore. Nußbaum

Nienburgs Carla Clasen präsentierte sich in der brechend vollen Meerbachhalle in Topform. Sie warf die Hälfte aller HSG Tore. Nußbaum

Nienburgs Lara Ruppelt konnte
ihre Emotionen nicht mehr
zurückhalten. Nußbaum

Nienburgs Lara Ruppelt konnte ihre Emotionen nicht mehr zurückhalten. Nußbaum

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Erstellt:
24. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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