Zum Corona-Test nicht in die Notaufnahme: Reiserückkehrer sollen sich stattdessen an die niedergelassenen Ärzte weden.  Foto: Garms

Zum Corona-Test nicht in die Notaufnahme: Reiserückkehrer sollen sich stattdessen an die niedergelassenen Ärzte weden. Foto: Garms

Landkreis 02.08.2020 Von Matthias Brosch

Auslandsreiserückkehrer: Zum Corona-Test nicht in die Notaufnahme

Am Sonntag meldet der Landkreis Nienburg zehn aktive laborbestätigte Covid-19-Fälle

Der Landkreis Nienburg und die Helios-Kliniken Mittelweser haben am Wochenende aus aktuellem Anlass auf die geltenden Test-Regelungen für Urlauber hingewiesen, die aus dem Ausland zurückkehren.

Wichtig: „Sowohl für die freiwilligen als auch die vorgeschriebenen Testungen gilt: Durchgeführt werden die Testungen nach der Einreise durch die niedergelassenen Ärzte“, teilte die Kreisverwaltung mit. Das Gesundheitsamt diene bei Fragen nur als Ansprechpartner.

Keinesfalls sollten sich Reiserückkehrer für den Corona-Test an die Notaufnahmen der Krankenhäuser wenden, was am Wochenende bereits gehäuft vorgekommen sei. „Die Notaufnahmen dienen der Behandlung medizinischer Notfälle. Einreisebedingte Corona-Tests gehören nicht dazu.“

Auslandsreiserückkehrer können sich auch ohne Krankheitsanzeichen seit Sonnabend innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland freiwillig und kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen und müssen ihren Aufenthalt mit Boarding-Pass, Ticket, Hotelrechnung oder anderer Nachweise belegen. Strengere Vorschriften gelten für Reiserückkehrer aus Risikogebieten: Für diese besteht eine gesetzliche Pflicht.

„Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss sich nach dem Infektionsschutzgesetz entweder innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise testen lassen oder innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise“, informierte Kreissprecher Cord Steinbrecher. Bis das Testergebnis vorliege, müssten sich die Rückkehrer in häusliche Quarantäne begeben und sich beim Gesundheitsamt melden.

Die Zahl der aktiven laborbestätigten Coronavirus-Fälle sank von Freitag auf Sonntag um zwei auf zehn. Die Zahl der Menschen in Quarantäne veränderte sich bei der täglichen Meldung des Gesundheitsamtes von 128 auf 120 und schließlich 121.

„Zuletzt kamen Personen hinzu, die Kontakt mit einer infizierten Person im Landkreis Peine hatten und vom dortigen Gesundheitsamt die Quarantäne-Empfehlung bekamen“, berichtete Steinbrecher auf HARKE-Nachfrage am gestrigen Sonntag.

Erkrankte Patienten in stationärer Behandlung gibt es momentan hingegen nicht.

Zum Artikel

Erstellt:
2. August 2020, 16:39 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.