Im gebotenen Abstand voneinander tagten jetzt Mitglieder des Warmser Gemeinderates und der Verwaltung. Foto: Samtgemeindeverwaltung

Im gebotenen Abstand voneinander tagten jetzt Mitglieder des Warmser Gemeinderates und der Verwaltung. Foto: Samtgemeindeverwaltung

Warmsen 30.03.2020 Von Heidi Reckleben-Meyer

Ausschreibungen können beginnen

Gemeinderat Warmsen hat den Haushalt 2020 einstimmig beschlossen

Derzeit findet in allen Bereichen nur statt, was absolut notwendig erscheint. Damit es in Warmsen beispielsweise auch mit der Dorfentwicklung, die im Verbund mit Raddestorf läuft, weitergehen kann, musste jetzt der Gemeindehaushalt beschlossen werden.

Aus diesem Grunde tagte der Rat. „Der war auch beschlussfähig“, berichtete Andreas Jasper aus der Uchter Samtgemeindeverwaltung. Alle Beschlüsse zum Haushalt 2020 seien in Warmsen an diesem Abend einstimmig gefallen. „Jetzt können wir kurzfristig mit den Ausschreibungen beginnen“, machte der deutlich.

Der Haushalt stellt sich wie folgt dar: Für 2020 ergibt sich demnach im sogenannten ordentlichen Ergebnis ein Fehlbetrag von rund 247.000 Euro. Rechnet man unterschiedliche Erträge dagegen, bleibt dennoch ein Jahresfehlbetrag, der bei rund 245.000 Euro im Ergebnishaushalt liegen wird.

Ausgegangen wurde dabei von unveränderten Hebesätzen. Diese liegen bei der Grundsteuer A bei 300 v.H., bei der Grundsteuer B bei 350 und bei der Gewerbesteuer bei 380. Die Samtgemeindeumlage wurde mit den unveränderten 39,5 Prozent angenommen. Und die Kreisumlage wurde mit 53 Prozent kalkuliert und somit die Steigerung für das laufende Jahr um 1,5 Prozent berücksichtigt.

Bei den Grundsteuern A und B sollen so 2020 rund 556.000 Euro eingenommen werden, was rund 4.000 Euro mehr wären als 2019. Bei den Gewerbesteuern würden demnach 950.000 Euro Einnahmen fließen, was ein Plus von 40.000 Euro zum Vorjahr bedeutete.

Die Gemeinde Warmsen finanzierte sich 2019 zu 42,8 Prozent aus Grund-, Gewerbe-, Hunde- und Vergnügungssteuern und zu weiteren 46,2 Prozent aus den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Die sonstigen Erträge belaufen sich auf 10,9 Prozent der ordentlichen Erträge.

Der Zuschuss des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) zur Dorferneuerung reduziert sich um 40.000 Euro, da in 2019 die Aufstellung des Dorferneuerungskonzepts bezuschusst wurde. Ab 2020 werden dann jährlich gleichbleibende Zuschüsse für die Begleitung der Umsetzung in Höhe von 16.500 Euro gewährt.

„Um auch in Zukunft eine ausreichende Liquidität sicherzustellen, müssen die Investitionstätigkeiten vorwiegend über zusätzliche Kreditaufnahmen gegenfinanziert werden. Von derzeit 64.418,12 Euro investiver Schulden werden diese auf voraussichtlich rund 1.297.000 Euro zum Ende des Planjahres 2020 steigen.

Da weitere Kreditaufnahmen im Rahmen der Mittelfristplanung nicht veranschlagt wurden, wird der Investitionskreditstand entsprechend wieder sinken. „Die Kreditaufnahmen in 2020 beruhen im Wesentlichen auf der Durchführung von Dorferneuerungs- und Straßenbaumaßnahmen“, heißt es zur Entwicklung der investiven Schulden.

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Erstellt:
30. März 2020, 19:21 Uhr
Lesedauer:
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