Landkreis 10.09.2019 Von Die Harke

Auswirkungen von Flucht beleuchten

Landkreis lädt zu einer Fahrt zum Museum Friedland am 14. September

Im Rahmen der Reihe „100 Jahre Flucht“ bietet die Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises am Samstag, 14. September, eine Fahrt zum Museum Friedland an. Abfahrt ist um 9 Uhr an der Realschule Nienburg an der Buermende 1, die Rückkehr ist für 17 Uhr geplant. Ziel der Reihe „100 Jahre Flucht“ ist es mach Angaben des Landkreises, aufzuzeigen, dass Flucht kein neuzeitliches Phänomen seit 2015 ist, sondern dass es diese schon immer gegeben habe, Auswirkungen von Flucht würden näher beleuchtet. Dabei würden verschiedene Zeitabschnitte, in dem die Flucht eine große Rolle gespielt hat, thematisiert. Im Rahmen der Reihe würden die Komplexe Gastarbeit, Rassismus und die deutsche Teilungs- und Fluchtgeschichte thematisiert.

Im Museum Friedland werde die Migrationsgeschichte an einem besonderen Ort gezeigt: „Mehr als vier Millionen Menschen kamen von 1945 bis heute über das Grenzdurchgangslager Friedland in die Bundesrepublik Deutschland: Flüchtlinge, Vertriebene und Ausgewiesene, entlassene Kriegsgefangene und so genannte Displaced Persons, (Spät)-Aussiedler und Schutzsuchende aus vielen Teilen der Welt.“ Die Ausstellung „Fluchtpunkt Friedland“ bietet Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers.

Im historischen Bahnhof von Friedland seien Medien und berührende Objekten zu sehen, die über Arbeit und Bedeutung des Lagers im Wandel der Zeit informierten. Die Ausstellung gehe den Wegen derer nach, die seit über siebzig Jahren hier ankommen. Und sie werfe ganz aktuelle Fragen auf: Was bringt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen? Wie kommen sie nach Deutschland? Und wie werden sie hier aufgenommen?

Vom „Fluchtpunkt Friedland“ aus öffnen sich vielfältige Perspektiven auf die deutsche, europäische und globale Zeitgeschichte und auf die Bedingungen und Bedeutung von Migration – gestern und heute.

Die Teilnehmerzahl ist auf 32 Personen beschränkt. Der Teilnahme ist kostenfrei.

Es wird um kurzfristige Anmeldung per E-Mail an die Adresse migration@kreis-ni.de oder unter Telefon (0 50 21) 96 76 89 bei Suzann Dalaf gebeten.

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Erstellt:
10. September 2019, 13:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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