Der Vorsitzende der Preisrichtervereinigung, Andreas Feßner aus Steyerberg, der LV-Vorsitzende Alfred Karl Walter, die neuen Bundesehrenmeister Heinrich Schierholz aus Borstel und Edmund Schmidt aus Verden mit dem Bundesvorsitzenden Christoph Günzel (von links. Foto: Jahn

Der Vorsitzende der Preisrichtervereinigung, Andreas Feßner aus Steyerberg, der LV-Vorsitzende Alfred Karl Walter, die neuen Bundesehrenmeister Heinrich Schierholz aus Borstel und Edmund Schmidt aus Verden mit dem Bundesvorsitzenden Christoph Günzel (von links. Foto: Jahn

Borstel 27.03.2020 Von Die Harke

Auszeichnung für Züchter Schierholz

Neuer Ehrenmeister aus Borstel ein Mann der Taten und der Worte

Vor der Corona-Kontaktsperre hat Heinrich Schierholz aus Borstel-Bockhop die höchste Auszeichnung der deutschen Rassegeflügelzucht bekommen: Er wurde zum Ehrenmeister des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter ernannt. Das teilte Schriftführer Peter Jahn vom Landesverband Hannover jetzt mit.

Schierholz sei „ein Mann der Taten und der Worte – vieler Worte“, wie seine Freunde sagen, schreibt Jahn weiter. Das macht ihn so beliebt. Zumal der Bundesehrenmeister kein Problem damit habe, andere Meinungen zu akzeptieren und in Abstimmungen auch mal eine Niederlage einzustecken.

Der Borsteler argumentiere und engagiere sich für die Mitglieder der Geflügelzuchtvereine und Verbände, in denen er in den Vorständen sitzt. Und er ist der Mann des Geldes, im Landesverband der Hannoverschen Rassegeflügelzüchter mit 8000 Mitgliedern, führt er die Kasse.

Beim Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter hat er als Kassenprüfer einige Jahre darauf geachtet, dass die Kassenführung in Ordnung war, lobte dessen Präsident, Christoph Günzel, in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung. Vor einigen Jahren ist Schierholz bereits zum Ehrenmeister der Hannoverschen Rassegeflügelzucht und zum Ehrenmeister des Verbandes der Zwerghuhnzüchtervereine in Deutschland ernannt worden.

Seine Laufbahn als Züchter begann 1967: „Das erste Geflügel nennt er sein Eigen. Es sind weiße Zwerg-Wyandotten, die er sich als Rasse ausgesucht hat. Eine sehr arbeitsintensive Rasse. Sollen die Tiere doch auf allen Ausstellungen blitzsauber erscheinen und einen guten Eindruck hinterlassen. Auch heute noch bevölkern diese seine Grünausläufe zusammen mit anderen Farbenschlägen der gleichen Rasse und den Tieren seines Enkels“, berichtet Jahn.

Der Bundesehrenmeister sei eben ein „Zwerg-Wyandotten-Mann“. Im Sonderverein der weißen Zwerg-Wyandotten, dem er seit 1974 angehört, davon 25 Jahre im Vorstand, könne jeder auf ihn zählen. Seit einigen Jahrzehnten ist er dort Geschäftsführer und schon mehrfach Gastgeber bei Haupt- und Sonderschauen in seinen Heimatort oder in der näheren Umgebung zusammen mit seinem Heimatverein Wietzen gewesen, der er 53 Jahre angehört.

Zu einigen Tagungen hat er Züchterinnen und Züchter von Zwerg-Wyandotten oder der Voorburger Schildkröpfer nach Borstel eingeladen. Aus Dänemark und Luxemburg sind Zuchtfreunde ins kleine Dorf gekommen ebenso wie Menschen, die Diepholzer und Celler Gänsen züchten, die bekanntlich auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen stehen.

Jahn: „Heinrich Schierholz wäre nicht ausgezeichnet worden, übte er nicht auch Ämter im Ortsverein und im Kreisverband Nienburg über lange Zeit aus. Wenn der Präsident und seine Freunde sagen, er ist ein Mann der Worte, dann deshalb: ,In Diskussionen schaltet er sich gern ein. Auch versteht er es, Fachartikel lehrreich mit Inhalt zu füllen.‘“

Ein neues Betätigungsfeld hat der Borsteler bei der Volkshochschule gefunden: Er besucht dort keine Kurse, er bietet solche an und leitet sie als Dozent. „Rassegeflügelzucht im eigenen Garten“ ist sein Thema. Eigentlich könnte er sich mit 68 Jahren zurücklehnen und andere machen lassen.

Nicht so Schierholz. Er ist eben nicht nur ein Mann der Worte, sondern auch der Tat. Sein ganzer Stolz ist sein Enkel Söhnke, der Zwerg-Wyandotten im Farbenschlag gelb-schwarzcolumbia züchtet und erfolgreich ausstellt. Vielleicht tritt er eines Tages in Opas Fußstapfen.

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Erstellt:
27. März 2020, 12:36 Uhr
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