BAWN-Abfallberater Thomas Schniering (Mitte) wird nach fast 29 Jahren von seinem Chef Arne Henik Meyer in den Ruhestand verabschiedet. Schnierings Nachfolgerin ist Larissa Burkert. Foto: BAWN

BAWN-Abfallberater Thomas Schniering (Mitte) wird nach fast 29 Jahren von seinem Chef Arne Henik Meyer in den Ruhestand verabschiedet. Schnierings Nachfolgerin ist Larissa Burkert. Foto: BAWN

Nienburg 15.12.2019 Von Die Harke

BAWN-Abfallberater Thomas Schniering nach fast 29 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

„Den Abfall aus der Schmuddelecke geholt“

Nach fast 29 Jahren geht Thomas Schniering, Abfall- und Kundenberater des BAWN, in den Ruhestand. Arne Henrik Meyer, Vorstand des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsunternehmens, brachte Schnierings Arbeit auf den Punkt: „Mit seinen ungezählten Führungen, seiner abfallpädagogischen Arbeit und seinen Beratungen hat Herr Schniering geholfen, das Thema Abfall aus der Schmuddelecke zu holen.“

Als Thomas Schniering 1991 vom Landkreis Peine zur Nienburger Kreisverwaltung wechselte, gab es noch keinen BAWN. Die Abfallwirtschaft lag damals noch in den Händen der Verwaltung und war ein Thema, mit dem die meisten Menschen sich nur ungern näher befassten.

„Die Abfallwirtschaft ist heute sowohl Wirtschaftsfaktor als auch Kompetenzträger in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz“, betonte Meyer. „Thomas Schniering hat diese dynamische Entwicklung immer aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger begleitet. Wichtig war ihm dabei auch die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten.“

In seine am 31. Dezember endende Dienstzeit fielen

unter anderem die – letztlich ergebnislose – Suche nach einem weiteren Deponiestandort, schließlich die Abkehr von der Deponierung, die sehr weitreichende Verwertung sämtlicher Abfälle und die Einführung des Tonnensystems. Besonderen Wert legte Thomas Schniering darauf, die korrekte Mülltrennung anschaulich und altersgerecht zu vermitteln.

Nachfolgerin Schnierings ist Larissa Burkert. Die Neu-Nienburgerin hat in Greifswald Wirtschaft und Kommunikationswissenschaft studiert.

Um einen reibungslosen Übergang in der Öffentlichkeitsarbeit des BAWN sicherzustellen, startete Burkert bereits jetzt in den neuen Job, lernt das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Region kennen. Ihr erster Eindruck: „Die Arbeit hier ist sehr interessant. Es ist unglaublich, wie vielschichtig und umfassend die Aufgaben des BAWN sind.“ Abfallwirtschaft sei, ist Larissa Burkert überzeugt, „eine sehr sinnstiftende Aufgabe, über die man sich aber meist kaum Gedanken macht.“ Von ihrem Vorgänger habe sie viele Inspirationen für ihre künftige Arbeit bekommen.

Thomas Schniering selbst sieht dem Ruhestand gelassen entgegen: Langweilig werde ihm nicht, sagt er. „Ich will mehr Rad fahren, Sport treiben, mich weiterbilden, Lesen und sozial engagieren.“ Auch Umweltschutz und Abfallvermeidung werde er verbunden bleiben: „So bin ich sozialisiert worden. Die Grenzen des Wachstums und eine Wirtschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert – das sind Themen, die mich beschäftigen“, so der scheidende Abfallberater.

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Erstellt:
15. Dezember 2019, 11:10 Uhr
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