Schulleiterin Sabine Schroeder (Sechste von rechts) und Kai Seefried (Siebter von links) im Kreis der CDU-Politiker. CDU-Kreisverband Nienburg

Schulleiterin Sabine Schroeder (Sechste von rechts) und Kai Seefried (Siebter von links) im Kreis der CDU-Politiker. CDU-Kreisverband Nienburg

Nienburg 04.03.2017 Von Die Harke

„BBS als Kompetenzzentrum erhalten“

CDU-Kreistagsfraktion informierte sich über geplante Sanierung und diskutierte über die Zukunft der Schule

Im Vorfeld ihrer jüngsten Sitzung besuchte die CDU-Fraktion im Nienburegr Kreistag zusammen mit Kai Seefried, schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare (Diepholz) und [DATENBANK=1902]Johann-Heinrich Ahlers[/DATENBANK] (Wietzen) die Berufsbildendenden Schulen (BBS) zu einer Informations-und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Zukunft der [DATENBANK=1231]BBS Nienburg[/DATENBANK]“. Der Landkreis Nienburg war durch Dezernent Thomas Klein vertreten. Die Leiterin der Schulen, Oberstudiendirektorin [DATENBANK=1051]Sabine Schroeder[/DATENBANK], wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass die BBS eine der größten Bündelschulen Niedersachsens sind. Mehr als 50 Ausbildungsberufe und 40 Schulformen werden unter einem Dach unterrichtet. Zurzeit werden in den BBS rund 3 000 Schülerinnen und Schüler beschult. Das Lehrerkollegium umfasst inklusive aller Mitarbeiter über 200 Arbeitskräfte.

Ein Rundgang durch die verschiedenen Ausbildungsbereiche mit modernster technischer Ausstattung verdeutlichte den Besuchern, dass Berufsschulen teuer sind. Sehr teuer werden kann die Umsetzung eines Infrastruktur-Großprojektes in naher Zukunft. Der sogenannte A-Trakt steht am Scheideweg zwischen Sanierung und Abriss.

Dazu erklärte [DATENBANK=1796]Thomas Klein[/DATENBANK], dass das Gebäude in die Jahre gekommen sei. Man habe lange Bestandsschutz betrieben, müsse nun aber zur Verwirklichung eines neuen Raumprogramms Entscheidungen treffen. Der Fachdienst Liegenschaften ist daher beauftragt, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung Sanierung versus Neubau durchzuführen.

Die sich anschließende Diskussion hatte weitgehend bildungspolitischen Charakter. Kai Seefried berichtete, dass zurzeit im Niedersächsischen Landtag über Bildungs- und Schulpolitik gestritten werde. Besonders die Frage der bisherigen Eigenverantwortung der Berufsschulen bei der Einstellung von Personal, Personalaktenführung, Versetzungen und Beförderungen bis zum Oberstudienrat werde kontrovers diskutiert. Die jetzige Landesregierung wolle diese 2012 eingeführte Schulkompetenz zurückdrehen und alles wieder in Hannover zentralisieren.

Seefried plädierte vehement dafür, die BBS als regionales Kompetenzzentrum zu erhalten. Nur so sei es möglich, dass sich eine Bildungseinrichtung dorthin entwickele, wie man sie in den unterschiedlichen Regionen auch vor Ort gebrauche.

Bedarfsgerechte Personalgewinnung, Stellenbewirtschaftung und ein wohnortnahes Angebot an Ausbildungsgängen garantierten den Stellenwert der berufsbildenden Schulen.

Sabine Schroeder untermauerte die Stellung der BBS als Regionales Kompetenzzentrum. Mit hoher Eigenverantwortung, einem fachlich breit gefächerten und ortsnahen Ausbildungsangebot könnten Schülerinnen und Schüler am nachhaltigsten auf die Anforderungen im Beruf und das Arbeitsleben in der Gesellschaft vorbereitet werden.

Bürokratische und laufbahnrechtliche Bedingungen sollten auf den Prüfstand gestellt werden, um die Lehrergewinnung zu erleichtern.

„Wir dürfen uns nicht von dem Erfolgsmodell ‚Duales Ausbildungssystem‘ verabschieden. Diese Art der beruflichen Bildung beschert uns seit Jahrzehnten die geringste Arbeitslosenquote bei Jugendlichen im europäischen Vergleich.“

Zur Zukunft der baulichen Situation der BBS meinte Sabine Schroeder abschließend, dass gerade in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem modernen, zeitgemäßen Schulneubau mit neuester technischer Ausstattung die Attraktivität der BBS nicht eingeschränkt werden dürfe. Der Landkreis benötige dringend gut und modern ausgebildete Fachkräfte, um seine Wirtschaftskraft zu erhalten.

[DATENBANK=424]Karsten Heineking[/DATENBANK] machte für seine Fraktion noch einmal die Notwendigkeit deutlich, in die BBS zu investieren. „Wir dürfen uns nicht von dem Erfolgsmodell ‚Duales Ausbildungssystem‘ verabschieden. Diese Art der beruflichen Bildung beschert uns seit Jahrzehnten die geringste Arbeitslosenquote bei Jugendlichen im europäischen Vergleich.“

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Erstellt:
4. März 2017, 21:00 Uhr
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