Baby Kreuzberg möchte mit seinem Sound zwischen Americana, Folk und Rock und seinen Geschichten für eine einzigartige Atmosphäre beim Open Air-Hutkonzert unter den Linden sorgen. Foto: Boris Kownatzki

Baby Kreuzberg möchte mit seinem Sound zwischen Americana, Folk und Rock und seinen Geschichten für eine einzigartige Atmosphäre beim Open Air-Hutkonzert unter den Linden sorgen. Foto: Boris Kownatzki

Nienburg 21.07.2021 Von Die Harke

„Baby Kreuzberg“ ist ständig auf Solo-Tournee

Der Singer/Songwriter gibt am 23. Juli ein Open-Air-Hutkonzert am Kulturwerk „unter den Linden“.

Mehr oder weniger ständig auf Solo-Tour zieht der „handsome fellow“ Marceese seit einigen Jahren unter dem Namen Baby Kreuzberg mit seiner Gitarre durchs Land, um sein Erlebtes zu erzählen.

Der Weg ist sein Ziel. Mit einzigartigem Lo-Fi-Sound zwischen Americana, Folk und Rock wandelt der Berliner durch unzählige Veröffentlichungen und Projekte. Am Freitag, 23. Juli, gibt er um 20 Uhr ein Open-Air-Hutkonzert „unter den Linden“ neben dem Nienburger Kulturwerk.

Baby Kreuzberg hat noch eine Rechnung offen, mit Herz und Schnauze erzählt er Geschichten, spielt trashigen Country oder bluesigen Folk. An guten Tagen spielt er sogar ein Liebeslied aus seinem bisher einzigen deutschsprachigem Album „Straßen Richtung Süden“, nur um kurz darauf in Psychedelia und Delay-Sounds zu versinken. Immer zwischen den Genres pendelnd, keine Schublade will passen, kein Fass ist zu groß, um es nicht aufzumachen. Ein ständiges akustisches Wechselspiel zwischen Garage und Scheune, feuchtem Proberaumkeller und staubiger Sommernacht auf dem Heuballen.

Mit seinem Anfang 2015 veröffentlichten zweiten KISS-Coveralbum „Have Love, Will Travel“ war der Hauptstadt-Cowboy sogar für den Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Rubrik „Folk & Singer/Songwriter“ nominiert.

Für das Open Air „Hutkonzert unter den Linden“ sind noch Plätze verfügbar.

Im November 2019 kam das zweite Baby Kreuzberg-Album „Speak of the Devil“ heraus, welches ausschließlich als Vinyl und Download erhältlich ist. Auf dem Album findet man einen sportlichen Spagat der Genres, wie man es vom Berliner gewohnt ist. Während der Opener „You can’t bring me down“ noch knietief im Blues sumpft, ist „The Root of evil“ swingig und rock-a-billy-esk und vom drivenden QOTSA-Garage-Rock bei „Blonde on Blonde“ bis hin zum intimen Abschiedslied „It’s the end“ am Piano, wird das Feld des Rock’n’Roll in all seinen Facetten beackert.

Die erste Auskopplung „Down by the lake“ handelt von einem Serienkiller und auch sonst wohnt dem Album eine spooky Grundstimmung bei. Man könnte meinen Jim Jarmusch hätte um einen Soundtrack gebeten und „Speak of the Devil“ bekommen. Aber auch die folkigen Momente sind mit „What the fuzz?“, einem Abgesang auf die Rechtsextremen, enthalten und bei „Thank you“ rechnet Baby Kreuzberg mit einem Veranstalter ab. Mit „Twilight“ zaubert er dann noch einen lupenreinen Ohrwurm hervor, der keiner sein will.

Für das Open Air „Hutkonzert unter den Linden“ sind noch Plätze verfügbar. Wer dabei sein möchte, kann ab sofort im Kulturwerk Plätze reservieren unter Telefon (0 50 21) 92 25 80 oder per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de. Auch die Abendkasse wird geöffnet. Bei schlechtem Wetter kann das Konzert gemäß den geltenden Coronaregeln im Saal des Nienburger Kulturwerks stattfinden – mit ausreichend Abstand, dem bewährten Hygienekonzept und einer hoch modernen Lüftungsanlage mit CO2-Sensor. Die „Hutkonzerte unter den Linden“ werden gefördert von den Stadtwerken Nienburg. Weitere Informationen im Internet unter www.nienburger-kulturwerk.de.

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Erstellt:
21. Juli 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

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