Am Dienstag hat der Vorstand des Heimatvereins Drakenburg das Nachbarschafts-Projekt „Helfende Hände“ vorstellt. Pastor Dietmar Halwaß (links) und Verwaltungsmitarbeiterin Stephanie Schuberth (Zweite von rechts) haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.  Foto: Hagebölling

Am Dienstag hat der Vorstand des Heimatvereins Drakenburg das Nachbarschafts-Projekt „Helfende Hände“ vorstellt. Pastor Dietmar Halwaß (links) und Verwaltungsmitarbeiterin Stephanie Schuberth (Zweite von rechts) haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Foto: Hagebölling

Drakenburg 17.10.2020 Von Edda Hagebölling

Baby sitten? Gardinen aufhängen?

Helfende Hände: Heimatverein Drakenburg koordiniert Nachbarschaftshilfe – nicht nur für Ältere

Begleitung bei Arztbesuchen, Hilfe beim Einkaufen, Baby sitten, Haustiere betreuen, Hilfe am PC, leichte Fitnessübungen, Trauerhilfe...

Die Liste der Angebote, die künftig in Drakenburg in Anspruch genommen werden können, ist vielfältig. Überzeugt von der Annahme, dass es vor Ort viele Menschen gibt, die Hilfe benötigen, aber auch ebenso viele, die gerne bereit sind, in der Nachbarschaft für ein, zwei Stunden zu helfen, hat der Heimatverein Drakenburg das Projekt „Helfende Hände“ entwickelt.

Am Dienstag haben die Vorstandsmitglieder Wolfgang Braun, Wilfried Zapke, Horst Nauck, Ute Selent-Pohl, Rita Grandt und Heike Küpke in der Olen Schüne berichtet, wie diese Art der Nachbarschaftshilfe funktionieren soll.

Sie alle eint die Überzeugung, dass soziale Arbeit nicht allein vom Staat und von den Wohlfahrtsverbänden geleistet werden kann. Zudem möchten sie mit dem Projekt dazu beitragen, dass das Leben in Drakenburg noch lebenswerter wird. Für die Generation 60 plus ebenso wie für junge Familien.

Voraussetzung dafür, die „Helfenden Hände“ in Anspruch nehmen zu können, ist die Mitgliedschaft im knapp 200 Mitglieder zählenden Heimatverein. Wegen der Versicherung. Der Jahresbeitrag beträgt 15 Euro. Diejenigen, die bereits Mitglied im Heimatverein sind, werden in Kürze gefragt, ob sie auch Mitglied der Abteilung „Helfende Hände“ werden möchten.

Als Mitglied dieser Abteilung kann jeder, der in Not ist, kleine Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Oder anbieten. Wer zum Beispiel eine Stunde lang beim Spazierengehen begleitet, beim Marmelade kochen hilft oder als Lesepate fungiert, bekommt dafür zwei Punkte auf seinem Zeitkonto gutgeschrieben.

Punkte, der er sowohl im Anschluss als auch Jahre später wieder einlösen kann. Wer dagegen nicht mehr in der Lage ist, anderen seine Dienste anzubieten, wird um einen kleinen Obolus gebeten.

„Bei all dem, was wir machen, ersetzen wir jedoch in keinem Fall den Gärtner oder den Handwerker. Wir kommen wirklich nur für kleine Hilfestellungen“, betonen Wolfgang Braun und Wilfried Zapke ausdrücklich.

Wer als Helfender oder als Hilfesuchender in die Kartei aufgenommen werden möchte, gibt entweder die Fragebögen wieder ab, die in Kürze verteilt werden, oder wendet sich an

Gudrun Selent-Pohl, Telefon 05024/8871761, E-Mail selent-pohl@t-online.de, an Evelyn Gloggner, Telefon 05024/8875927 oder E-Mail evygg@t-online.de oder an Wolfgang Braun, Telefon 05024/8585 oder E-Mail wo-braun@gmx.de.

Mittelfristig ist geplant, in der Olen Schüne, dem Sitz des Heimatvereins, ein Büro mit festen Bürozeiten einzurichten.

Interessierter Gast an diesem Vormittag war unter anderem Dietmar Hallwaß, Pastor für die Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen.

Auch in seinen Augen ist das Projekt absolut unterstützenswert. In der nächsten Ausgabe des Gemeindebriefes soll darüber berichtet werden. Zudem würde sich der Heimatverein sehr freuen, wenn sich auch andere örtliche Vereine und Verbände hinter dieses Projekt stellen würden. Das DRK ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen.

www.heimatverein-drakenburg.de

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Erstellt:
17. Oktober 2020, 14:43 Uhr
Lesedauer:
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