Arne Hildebrandt DH

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Kolumnen 02.11.2017 Von Arne Hildebrandt

Bäume fällen, damit Züge fahren

„Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“ Mit diesem Spruch warb die Deutsche Bahn in den 70er Jahren. Und er traf zu. Selbst beim großen Sturm im November 1972, als große Teile der Wälder in Niedersachsen verwüstet wurden, fuhr die Bahn. Und heute? Vergangenes Wochenende stellte die Bahn wegen des 60437 ihren Betrieb in Nord- und Ostdeutschland ein. Immer wieder kommt es zu massiven Behinderungen durch umgestürzte, auf den Gleisen liegende Bäume oder Äste. Die Eisenbahngesellschaft Metronom fordert deshalb die Einrichtung eines runden Tisches „Grünschnitt“.

„Immer wieder stürzen bei Unwetter Bäume oder große Äste auf die Gleise. Die Folge sind langanhaltende Streckensperrungen und Tausende wartende Fahrgäste“, so das Eisenbahnunternehmen. Metronom-Pressesprecher Björn Pamperin sagt: „Die Strecken müssen in einem Zustand sein, der jederzeit eine sichere, verlässliche und pünktliche Fahrt zulässt. Dazu gehört auch ein regelmäßiger und präventiver Grünschnitt entlang der Strecken.“

Grünschnitt an den Bahnanlagen bedeutet auch, vom Umsturz bedrohte Bäume zu fällen. „Wir fordern, dass die betroffenen Verkehrsunternehmen, die verantwortlichen Behörden, die Umweltschutzorganisationen und die DB Netz AG einen Weg zu einer engeren Zusammenarbeit finden. Gemeinsam müssen wir Lösungen finden, die einen sicheren und zuverlässigen Eisenbahnverkehr auch bei Sturm und Regen gewährleistet“, so Pamperin weiter. Die Bahn ist sehr umweltfreundlich. Fährt sie aber nicht, steigen Fahrgäste aufs Auto um. Das ist weniger umweltfreundlich.

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Erstellt:
2. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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