Aus dem Landkreis Nienburg gibt es konkrete Forderungen zur Bekämpfung des Bahnlärms. Garms

Aus dem Landkreis Nienburg gibt es konkrete Forderungen zur Bekämpfung des Bahnlärms. Garms

Landkreis 17.01.2018 Von Die Harke

Bahnlärm: Lärmaktionsplan Teil A ist fertig

Insgesamt sind bundesweit circa 38.000 Beteiligungen beim Eisenbahnbundesamt eingegangen

Der Lärmaktionsplan Teil A im Hinblick auf den Bahnlärm wurde jetzt unter Beteiligung der Öffentlichkeit fertiggestellt. Das teilt [DATENBANK=476]Marcus Veil[/DATENBANK], Sprecher des hiesigen Arbeitskreises Bahnlärm, mit. Insgesamt sind bundesweit circa 38.000 Beteiligungen beim Eisenbahnbundesamt eingegangen. Im Vergleich zum „Pilot“-Lärmaktionsplan 2015 wurde die Teilnehmerzahl deutlich übertroffen. „Ich persönlich denke aber, dass die Beteiligung durch Menschen, die durch Lärm der Haupteisenbahnstrecken belastet sind, insgesamt zu gering ist,“ so Veil, der auf große Beteiligung an der zweiten Phase der Bürgerbeteiligung hofft.

In Deutschland sind etwa 9,9 Millionen Menschen vom Bahnlärm betroffen. Niedersachsen weist unter anderem die höchsten Belastungszahlen auf; rund 5.000 Menschen haben sich in Niedersachen an der Bürgerbefragung beteiligt. Im Bereich des hiesigen Arbeitskreises haben über 100 Bürgerinnen und Bürger den Fragebogen ausgefüllt.

„Anfragen an den Arbeitskreis kamen aus dem gesamten Kreisgebiet“, sagt Veil: „Erfreulich ist, dass die weiteren Maßnahmen an den Bahnstrecken in unseren Bereichen weiter in Planung und nicht als abgeschlossen bewertet werden. Wir können auf weitere Baumaßnahmen der Bahn zur Verringerung des Bahnlärms hoffen.“

Die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung wird vom 24. Januar bis zum 7. März stattfinden. Mitte 2018 wird dann der Lärmaktionsplan Teil B veröffentlicht.

Eine Überarbeitung findet erst wieder 2023 statt. „Deswegen ist es wichtig, dass wir jetzt unsere Forderungen mit Nachdruck einbringen“, betont Veil. Der Arbeitskreis wird die bekannten Punkte, wie zum Beispiel Schließung der Lärmschutzwandlücken, beidseitiger Lärmschutz, etc. an das Eisenbahnbundesamt übermitteln und bittet alle Beteiligten und Betroffenen, ebenso zu verfahren.

Ganz konkret fordern die Stadt Nienburg, die Samtgemeinde Heemsen und der Arbeitskreis Bahnlärm:

  • beidseitigen Lärmschutz, Lückenschließung bei den Lärmschutzwänden
  • Erhöhung der Lärmschutzwände (die Züge seien teilweise einen Meter höher als die Lärmschutzwände)
  • Ausweichgleise außerhalb der Wohngebiete planen
  • Pfeiler der Lärmschutzwände mit Ummantelung im Untergrund befestigen (um Vibrationen zu verhindern)
  • Alpha-Variante E erst nach Zusage von Lärmschutzmaßnahmen
  • Teilnahme an weiteren Besprechungen bezüglich des Lärmschutzes und auch zur Alpha-E-Variante.

Infos zum Lärmaktionsplan und zur zweiten Phase der Bürgerbeteiligung gibt es unter: https://www.laermaktionsplanung-schiene.de/eisenbahnbundesamt/de/home und bei Marcus Veil per E-Mail an mveil@gmx.de.

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Erstellt:
17. Januar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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