Sebastian Stüben DH

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Bankrotterklärung

Ich habe Volker Friemelt noch nie bei der Arbeit beobachtet. Also: Noch nie am Schreibtisch in seinem Büro oder bei Besprechungen im Rathaus. Vielleicht macht er seine Arbeit vorbildlich. Sein Auftritt bei der jüngsten Bürgerversammlung lässt allerdings das Gegenteil vermuten. Der war eine Bankrotterklärung.

Weil Friemelt außer der Durchsicht und Verteilung der Post nicht sagen konnte, was er den lieben langen Arbeitstag so macht. Weil er auf die Frage nach Strategien und Visionen auch im dritten Anlauf nichts sagen konnte – nichts, abgesehen von W-LAN in Dorfgemeinschaftshäusern und Ausbau der Löschwasserversorgung. Weil er zu keinem Thema inhaltliche Fragen beantworten konnte. Weil er als erfolgreiche Projekte nur den Vollzug der angeschobenen Vorhaben seiner Vorgänger nennen konnte. Weil er Ideen ausschließlich von anderen erwartet.

Friemelt selbst dagegen sagt klipp und klar, er kann den Job. Der Samtgemeinderat sagt, er kann ihn nicht. Die Indizien sprechen für den Samtgemeinderat. Ob das den Einwohnern der Samtgemeinde für eine Abwahl reicht, wird sich am 13. September beim Gang an die Urne zeigen. Denn: Auch der Rat hat sich mit der Art und Weise seines Vorgehens in den vergangenen Wochen nicht mit Ruhm bekleckert – und reichlich Kritik aus der Bevölkerung geerntet.

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Erstellt:
24. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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