23.12.2012

„Bauernhöfe statt Tierfabriken“

BUND ruft zur Teilnahme an Kundgebung in Berlin auf

Nienburg/Berlin (DH). Am Sonnabend, dem 19. Januar, treffen sich auf Einladung der Bundesregierung internationale Landwirtschaftsminister und Agrarkonzerne in Berlin, um die Industrialisierung der Landwirtschaft weiter voranzutreiben.

Die Bilanz der Agrarpolitik sei düster, heißt es in der Pressemitteilung des BUND. „In immer mehr Tierfabriken wird der Tierschutz verletzt und gefährliche Antibiotika-Resistenzen entstehen. Bauernhöfe sterben und Landschaften ‚vermaisen‘. Mehr Pestizide lassen weltweit die Bienen sterben, die Artenvielfalt nimmt rapide ab. Die Spekulation mit Lebensmitteln und Land verschärft den Hunger in der Welt. Dafür landet immer mehr Getreide im Tank statt auf dem Teller“, heißt es dort weiter.

Johanne Sailer von der BUND-Kreisgruppe Nienburg erinnert daran, dass im Wahljahr 2013 in Niedersachsen und auf Bundesebene auch darüber abgestimmt werde, ob die Menschen noch mehr Tierfabriken, Gentechnik und Agrosprit bekommen oder aber eine Ernährungswende, die allen nutze und nicht nur einer Handvoll Konzerne. Entschieden werde damit auch, ob die Märchen der Agrarindustrie legal bleiben und das Leid von Millionen Tieren weiter hinter Werbelügen versteckt werden dürfe.

Sailers Vorstandskollege Manfred Schliestedt weist darauf hin, dass 2013 der EU-Ministerrat – und mit ihm die Bundesregierung – beschließt, ob sie mit 60 Milliarden Euro pro Jahr weiter die Industrialisierung der Landwirtschaft subventionieren oder endlich umweltgerechte Alternativen fördern wollen. „Wir dürfen der Industrielobby nicht das Feld überlassen. Deshalb gehen wir – Bauern, Umweltschützer und Verbraucher – am 19. Januar gemeinsam auf die Straße.“

Der Bus fährt um 6 Uhr in Nienburg ab. Um verbindliche Anmeldungen wird bis zum 11. Januar unter 0 50 21/1 44 99 oder bund-nienburg@arcor.de gebeten.

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Erstellt:
23. Dezember 2012, 00:00 Uhr
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