Ein Traktor mit einem Ernteanhänger fährt über eine Aroniaplantage. Auf den sächsischen Aronia-Feldern hat die Ernte begonnen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Ein Traktor mit einem Ernteanhänger fährt über eine Aroniaplantage. Auf den sächsischen Aronia-Feldern hat die Ernte begonnen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Berlin 12.08.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Bauernverband warnt vor Ernteeinbußen durch Trockenheit

Es ist zu trocken, beklagt die Landwirtschaft. Ohne Regen drohen bis zu 40 Prozent Ernteeinbußen und dann kommen auch noch die Teuerungen für Düngemittel und Energiekosten hinzu.

Der Deutsche Bauernverband warnt angesichts anhaltender Trockenheit vor Ernteausfällen und höheren Preisen. „Im Moment kämpfen wir an vielen Fronten. Die Düngemittelpreise sind vier Mal höher wie vor einem Jahr. Die Energiekosten sind doppelt so hoch. Die Futterkosten haben zugenommen“, sagte der Präsident des Verbandes Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn es nicht demnächst durchgehend regnet, dann sind dort eben Ertragseinbußen von 30, 40 Prozent zu befürchten.“ Die Getreideernte sei zwar für dieses Jahr auf der Zielgeraden, aber die Ernten der Herbstkulturen, Kartoffeln oder Zuckerrüben etwa, stünden noch aus. „Ich will nicht ausschließen, dass insbesondere Kulturen, die im Herbst geerntet werden, noch Preissteigerungen erfahren“, sagte Rukwied. „In Summe belastet natürlich die Witterungssituation unsere Betriebe.“ Die Grasnarbe sei in einigen Regionen braun. „Da wächst überhaupt nichts nach.“ Einige Betriebe müssten deshalb bereits Winterfuttervorräte zufüttern, da sie kein Grünfutter mehr schneiden könnten. Zwar richte sich die Landwirtschaft laut Rukwied mit wasser- und bodenschonenden Verfahren auf trockenere und heißere Sommer ein. „Aber letztendlich ist eben zu befürchten, dass durch die Klimaveränderung wir zukünftig nicht mehr das Ertragsniveau der 90er Jahre beispielsweise erreichen können.“

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Erstellt:
12. August 2022, 07:54 Uhr
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