Die FDP/ULN-Gruppe im Nienburger Stadtrat tauschte sich mit dem Initiativkreis vor dem Standort der geplanten „Wissensburg“ aus. FDP

Die FDP/ULN-Gruppe im Nienburger Stadtrat tauschte sich mit dem Initiativkreis vor dem Standort der geplanten „Wissensburg“ aus. FDP

Nienburg 21.02.2019 Von Die Harke

Bedenken gegen „Wissensburg“

FDP/ULN befürchtet Kürzungen bei Theater, Museum, Grundschulen, Kitas und Gymnasien

Die FDP/ULN-Gruppe im Nienburger Stadtrat hat sich erneut mit den Mitgliedern des Initiativkreises „Wissensburg“ getroffen. Dabei sei deutlich geworden, dass die beiderseitigen Bedenken nicht kleiner, sondern eher größer geworden wären, heißt es dazu ein einer Pressemitteillung. Der Initiativkreis, der aus Bürgerinnen und Bürgern, teilweise mit Fachhochschul-Hintergrund, bestehe, strebe unverändert eine Alternativlösung an und bekräftigte im Gespräch mit den Ratspolitikern der Gruppe FDP/ULN mehrere Punkte, die in der Diskussion über das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Pro-jekt „Wissensburg“ Beachtung finden sollten. Zentral sei zum Beispiel die Frage gewesen: „Wäre es da nicht sinnvoller, ganz oder teilweise auf Fördergelder zu verzichten und nur das tatsächlich Erforderliche zu bauen?“

Einhellige Meinung war, dass die Immobilie am geplanten Standort Lange Straße 31-33 veräußert werden sollte mit der Maßgabe, „dort dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und das Erdgeschoss marktgerecht zu nutzen. Durch die Nutzung des Gebäudes für Wohnzwecke könnte das angestrebte Ziel einer Belebung der Langen Straße sehr viel effizienter erreicht werden als durch die Ansiedlung von Verwaltungsstrukturen“. Das Archiv gehöre ohnehin in einen Zweckbau.

Die Stadt sollte grundsätzlich darlegen (wenn die Ursprungsplanungen weiter verfolgt würden), „welche Mittelkürzungen in den anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen (zum Beispiel Theater, Museum, Eckhaus, Gymnasien, Grundschulen) gegebenenfalls erfolgen müssten, weil die laufenden Kosten des Projektes ,Wissensburg‘ höher sind und finanziert werden müssten, um Fördergelder nicht zurückzahlen zu müssen“.

Ratsherr Heiner Werner (FDP) begrüßte die detaillierten Überlegungen des Initia-tivkreises: „Ich halte es für einigermaßen wahrscheinlich, dass bei endlichen Mitteln im Haushalt Kostensteigerungen im Bereich der ,Wissensburg‘ automatisch massive Mittelkürzungen beispielsweise im Eckhaus zur Folge haben könnten. Die Arbeit des Eckhauses und das dortige Angebot sollten nicht darunter leiden, nur weil man Fördergelder zwingend abrufen und bedienen muss, um das Projekt Wissensburg finanziell nicht noch schlechter dastehen zu lassen.“

FDP/ULN-Gruppensprecher Detlef Becker pflichtet ihm bei: „Ehrenamtliches Engagement anderswo zugunsten des Millionenprojektes ,Wissensburg‘ ohne Not auszubremsen, geht überhaupt nicht.“ Nachhaltiger für die Stadtentwicklung „sehen wir als Ratsgruppe massive Investitionen bei Grundschulen, Kitas und Gymnasien“, wird Jens Borcherding (ULN) zitiert, „auch weit über die bisher eingeplanten Mittel hinaus“.

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Erstellt:
21. Februar 2019, 10:10 Uhr
Lesedauer:
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