Die Heemsener Besuchergruppe mit Maik Beermann im Paul-Löbe-Haus. Büro Beermann

Die Heemsener Besuchergruppe mit Maik Beermann im Paul-Löbe-Haus. Büro Beermann

Heesen 17.02.2019 Von Die Harke

Beermann bringt Doppelspitze ins Spiel

Bundestagsabgeordneter spricht von Trennung zwischen Parteivorsitz und Kanzlerschaft

Maik Beermann hat im Berliner Paul-Löbe-Haus mit Bürgern aus der Samtgemeinde Heemsen über die Bundestagswahl 2021 diskutiert. Der CDU-Bundestagsabgeordnete sagte, dass die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer die Zügel fest aufgenommen habe und mit ihrer zielorientierten Arbeit parteiinterne kritische Stimmen zu ihrer Wahl immer mehr verstummten. Ob sie aber die Kanzlerkandidatin der CDU für die Wahl in zwei Jahren ist, mochte Beermann nicht bewerten. „Ich könnte mir auch eine Doppelspitze und die Trennung von Parteivorsitz und Kanzlerschaft vorstellen.“ Zum neuen Generalsekretär Paul Ziemiak sagte Beermann, dass die CDU mit seiner Wahl im Hinblick auf vier Landtagswahlen in diesem Jahr ein nicht zu unterschätzendes Risiko eingegangen sei. Letztlich habe die Parteivorsitzende ein Signal an den konservativen Flügel und zum Ausgleich innerhalb der politischen Gruppierungen der Partei gesetzt. „Ich gebe zu, dass ich Paul Ziemiak nicht gewählt habe, ihn aber bei seiner Arbeit unterstützen werde.“

Beermann sagte zudem, dass die Europawahlen von eminenter Bedeutung seien. Vorrangig sei ein starkes Europa als Gegengewicht zu den USA und China. Daher müsse populistischen Entwicklungen in den EU-Ländern Polen, Italien und Ungarn politisch wirksam entgegengewirkt werden. Bei der Frage „Wie schaffen wir es, in Zukunft den ländlichen Raum für seine Bevölkerung noch lebenswerter zu machen?“ waren sich alle einig, dass gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land zu schaffen, immer noch eine Mammutaufgabe sei.

Die ländlichen Räume seien wichtig für die Sicherung einer flächendeckenden Landwirtschaft, die als allererstes Nahrungsmittel produziere. Dabei gehe es auch um die Art der Produktion, also Nachhaltigkeit, Tierwohl, Klima- und Umweltschutz. Auf der anderen Seite benötigten moderne Landwirtschaften ein schnelles, verlässliches Internet. Nur so könnten sie die Potenziale einer vernetzten Landtechnik „Made in Germany“ nutzen, um damit Präzisionslandwirtschaft 4.0. betreiben zu können.

Das Thema Digitalisierung sei selten so intensiv mit der Landwirtschaft in Verbindung gebracht worden wie während der Grünen Woche 2019. Beermanns Fazit: „Die Bundesregierung muss alles tun, damit ein zügiger und wirklich flächendeckender Ausbau von Glasfaser und modernster Mobilfunktechnik umgehend erfolgt“.

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Erstellt:
17. Februar 2019, 21:00 Uhr
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