Bundestagsabgeordneter Maik Beermann (links) spricht sich für härtere Strafen wegen Kindesmissbrauchs aus. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fordert ebenso drastische Strafen für die Täter. Foto: Büro Schmädeke

Bundestagsabgeordneter Maik Beermann (links) spricht sich für härtere Strafen wegen Kindesmissbrauchs aus. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fordert ebenso drastische Strafen für die Täter. Foto: Büro Schmädeke

Landkreis 13.06.2020 Von Die Harke

Beermann spricht sich für härtere Strafen aus

Bundestagsabgeordneter folgt Generalsekretär bei härterer Gesetzgebung gegen Kindesmissbrauch

In der Debatte um eine von der CDU angestrebte Änderung des Strafrechts im Kampf gegen Kindesmissbrauch unterstützt der heimische Bundestagsabgeordnete Maik Beermann die Forderung der Parteivorsitzenden nach härteren Gesetzen: „Immer wieder sind wir davon erschüttert, wenn Fälle von Kindesmissbrauch an die Öffentlichkeit gelangen. Als Vater von drei Kindern bin ich jedes Mal besonders erschüttert. Besonders bedrückt bin ich auch, wenn ich höre, dass Fälle von Kindesmissbrauch verjährt sind, weil sich die Opfer jahrelang nicht getraut haben, die Täter zu benennen. Häufig besteht auch eine große Diskrepanz zwischen den daraufhin verhängten Strafen und dem Rechtsempfinden in breiten Teilen der Bevölkerung“, teilt Beermann mit.

Es sei an der Zeit zu handeln. Daher strebe die CDU an, dass Fälle von Kindesmissbrauch in jedem Fall als Verbrechen, statt nur als Vergehen eingestuft werden. Dadurch bekämen die Täter eine Mindeststrafe von einem Jahr. Wer im Besitz von Kinderpornografie sei, dem soll eine Haftstrafe von fünf statt von bisher drei Jahren drohen. Es könne nicht sein, dass der einfache Ladendiebstahl mit einem höheren Strafrahmen belegt sei als die Beschaffung kinderpornografischen Materials. Strafen sollten auch abschreckend wirken, und der seelische Schaden der Opfer müsse mehr Berücksichtigung finden.

„Auch bei der Präventionsarbeit müssen wir besser werden: Für eine auf Dauer angelegte Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne sollte ab dem Jahr 2022 im Bundeshaushalt jährlich ein Betrag von mindestens fünf Millionen Euro bereitgestellt werden. Dadurch wollen wir auf das Thema sensibilisieren und dafür sorgen, dass Warnsignale besser vom Umfeld erkannt werden“, sagt Beermann.

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Erstellt:
13. Juni 2020, 10:20 Uhr
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