Die Kinder kümmern sich um den Nachtisch, diesmal gab es eine Quarkspeise mit Obst. Reinhardt

Die Kinder kümmern sich um den Nachtisch, diesmal gab es eine Quarkspeise mit Obst. Reinhardt

Stolzenau 14.11.2016 Von Annika Büsching, Von Die Harke

Beim Kochen Grenzen überwinden

Stolzenaus „Toleranz im Topf“ ist eine echte Erfolgsgeschichte / Helen-Keller-Schule stellt Räumlichkeiten bereit

Zum fünften Mal fand jetzt eine Kochaktion unter dem Motto „Toleranz im Topf“ in Stolzenau statt. Seit 2014 gibt es dieses Angebot, und schon jetzt lässt sich sagen, dass es ein echtes Erfolgsrezept ist. Für die Organisatorinnen [DATENBANK=314]Ute Müller[/DATENBANK] (Haus der Generationen), Kerstin Pieper und Natalie Bauer (Regionalteam Süd vom Landkreis), [DATENBANK=316]Heidrun Reinhardt[/DATENBANK] (Kindertagesstätte „Pusteblume“) und [DATENBANK=315]Ann Fischer[/DATENBANK] (Jugendhaus „Wip In“) sowie einige ehrenamtlich Tätige war die jüngste Kochaktion wieder eine Bestätigung, dass über das gemeinsame Kochen und Essen Kontakte aufgebaut und vertieft werden können – weit über die Unterschiede in Herkunft, Sprache, Religion oder Alter hinaus. „‚Toleranz im Topf‘ ist mittlerweile ein so beliebtes, erfolgreiches Ereignis in Stolzenau, dass es im Vorfeld schon Befürchtungen gab, die Plätze könnten nicht für alle ausreichen“, schreiben sie in einer Pressemitteilung.

Dieses Mal trafen sich die Teilnehmenden in der [DATENBANK=317]Helen-Keller-Schule[/DATENBANK]. Alle Beteiligten hatten sich auf das Treffen gefreut, bei dem – ganz nebenbei und trotz unterschiedlichster Sprachen – Jung und Alt Kontakte vertiefen, lachen und klönen konnten. Die Kinder stellten wieder den Nachtisch her, es gab Quarkspeise mit Obst und Schokobröseln, während die Erwachsenen kurdische, deutsche, afghanische, russische, tschetschenische und irakische Speisen gemeinsam zubereiteten. Bei fröhlicher und entspannter Atmosphäre schaute jeder jedem einmal über die Schulter, probierte von den unterschiedlichen Zutaten oder ließ sich erklären, wie das jeweilige Essen zubereitet wird. Zum krönenden Abschluss wurden alle Speisen als reichhaltiges Büffet aufgetischt.

„Ein Dankeschön gilt der Schulleiterin Annette Schäfer und dem gesamten Team aus Lehrkräften, pädagogischen und therapeutischen Mitarbeitern sowie dem Hausmeister der Helen-Keller-Schule für die großzügige Überlassung der Räumlichkeiten und die hervorragende Zusammenarbeit. Und natürlich auch den Betreuungskräften, die sich während der Kochaktion mit den Kindern beschäftigten“, teilen die Organisatorinnen mit.

„Wir möchten ermöglichen, dass Eltern und Kinder verschiedener Herkunft selbstverständlicher aufeinander zugehen, die Neugier auf andere Lebensweisen geweckt wird und die Menschen untereinander in Kontakt kommen und sich kennenlernen. Wenn Eltern untereinander in Kontakt kommen, profitieren auch die Kinder – und umgekehrt.“ hatte Nazli Bayrak, die Integrationsbeauftragte des Landkreises, zum Start des Projektes in 2014 erklärt. Nach zwei Jahren kann man sagen: Ziel erreicht!

Das Buffet, das am Ende einer jeden multikulturellen Kochaktion in Stolzenau steht, kann sich sehen lassen. Und die, die es hergerichtet haben, lassen es sich gern schmecken. Reinhardt

Das Buffet, das am Ende einer jeden multikulturellen Kochaktion in Stolzenau steht, kann sich sehen lassen. Und die, die es hergerichtet haben, lassen es sich gern schmecken. Reinhardt

Beim gemeinsamen Kochen kommen die Frauen immer auch ins Gespräch. Reinhardt

Beim gemeinsamen Kochen kommen die Frauen immer auch ins Gespräch. Reinhardt

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Erstellt:
14. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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