Die neue hauptamtliche Sportreferentin der Sportregion Diepholz-Nienburg Nacera Belala hat am Jahresanfang ihre Arbeit in Nienburg aufgenommen.		Brosch

Die neue hauptamtliche Sportreferentin der Sportregion Diepholz-Nienburg Nacera Belala hat am Jahresanfang ihre Arbeit in Nienburg aufgenommen. Brosch

18.01.2015 Von Matthias Brosch

Belala berät, begleitet und initiiert

Die hauptamtliche Referentin der Sportregion Diepholz-Nienburg hilft auch bei neuen Fördermitteln

Von Matthias Brosch

Nienburg. Seit gut zwei Wochen tut Nacera Belala ihren Dienst. Sie trat zu Jahresbeginn als neue Sportreferentin für die Handlungsfelder Organisations- und Sportentwicklung der Sportregion Diepholz-Nien­burg einen spannenden Arbeitsplatz an, den es in dieser Form zuvor nicht gab und den es mit Leben zu füllen gilt. In ihrem Büro in der Geschäftsstelle des Kreisportbundes (KSB) Nien­burg am Goetheplatz füllt sich der Wandmonatskalender mehr und mehr mit Außenterminen. Die 26-Jährige stellt sich vor und sucht den persönlichen Kontakt – bei den Landkreisen, bei Kommunen, den ersten Vereinen und natürlich den Vorständen vom KSB Diepholz und Nienburg. Alles Termine, damit die Arbeit bald richtig losgehen kann. „Ich möchte mithelfen, dass die Voraussetzungen für den Sport und die Vereine in der Region stimmen“, versucht Belala den Bogen zu den Adressaten ihrer Arbeit zu schlagen. Ihr Auftrag ist es, zu beraten, zu unterstützen, zu initiieren und zu begleiten. Dazu kommt die Analyse und der Aufbau von Strukturen in und zwischen den Regionen Diepholz und Nienburg. Dafür ist sie hauptberuflich und unbefristet eingestellt worden. Unter 55 Bewerbungen passte ihre am besten in das Profil. „Mein Ziel ist es auch, gemeinsam mit den Vereinen zusätzlich zu bereits bestehenden Angeboten weitere ansprechende Sportprogramme ins Leben zu rufen und zu unterstützen.“ Dabei sei die Leidenschaft der Klubs und aller Beteiligten der wichtigste Baustein, um alle Alters- und Leistungsgruppen anzusprechen und gegebenenfalls neue Mitglieder zu gewinnen.

„In der Universität ist man in einer Art Blase, ich wollte jetzt in die Berufswelt.“

Die Hannoveranerin ist seit jeher für den Sport begeistert. Aufgewachsen in der Landeshauptstadt spielte sie Basketball, Handball und tanzte Hip Hop. Mit 16 Jahren entschied sie sich für Volleyball und gehört aktuell den Drittliga-Frauen des VC Nienburg an. Aufmerksam geworden auf die Stelle als Sportreferentin wurde sie auf den Seiten der Arbeitsagentur. Belala befand sich nach ihrem Abschluss als Sportwissenschaftlerin, den sie mit dem Schwerpunkt Leistungssport in Potsdam erwarb, seit ein paar Monaten auf der Suche nach einem spannenden Betätigungsfeld. Es stand auch eine Doktorandenstelle in Aussicht, aber sie entschied sich für die Praxis: „In der Universität ist man in einer Art Blase, ich wollte jetzt in die Berufswelt.“

Nacera Belala ist nach Tjarden Lohmeier, der seit dem 1. Oktober 2014 als Sportreferent tätig ist, der zweite Baustein der Sportregion Diepholz-Nien­burg zu einer professionelleren Basis, die das Ehrenamt vor Ort unterstützen soll. Während der fast gleichaltrige Lohmeier mit den Handlungsfeldern Bildung und Sportjugend in den bereits vorhandenen Gebiete an vieles anknüpfen kann, muss Belala sich ihre Schwerpunkte in der Organisations- und Sportentwicklung erst einmal setzen, Kreativität zeigen: „Ich kann mir vorstellen, Migranten mehr an das Ehrenamt heranzuführen. Alle wollen Sport treiben, aber es ist wichtig, dass die Aufgaben eines Vereins auf viele aufgeteilt werden.“

So oder so sollte die neue Sportreferentin eine wichtige Ansprechpartnerin werden, denn über ihren Schreibtisch werden Fördermittel vom Landessportbund angefordert, die es bislang nicht gab. Während für Sportstättenbau, Übungsleiterbeschäftigungen und Sportmaterialien bereits vorher Gelder flossen, sind Projekttöpfe für Integration oder Inklusion komplett neu. Per Mail ist Belala unter nacera.belala@sportregion-ni-dh.de zu erreichen, telefonisch unter der Nummer (0 50 21) 9 03 60 78.

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Erstellt:
18. Januar 2015, 00:00 Uhr
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