22.01.2013 Von Alan Smithee

Benzinpreise 2012 auf Rekordstand: Steigen die Preise 2013 weiter?

PR-Artikel Für Benzin mussten Autofahrer im Jahr 2012 so viel wie noch nie bezahlen. Daran änderte auch der zuletzt niedrigere Preis nichts. EUR 1,70 und mehr waren für den Liter Super über Monate hinweg die Regel. Angesichts dieser Preisentwicklung stellen sich viele Menschen die Frage: Wo kann ich 2013 billig tanken?

Sinken der Rohölpreise nicht wahrscheinlich

Die weitere Entwicklung der Rohölpreise wird zu einem großen Teil von der Lage im Nahen Osten bestimmt. Nach wie vor herrschen in vielen Förderländern politisch instabile Verhältnisse. Ungeklärte Machtverhältnisse wie in Syrien und die Konflikte in Palästina und Ägypten lassen an einer gesicherten Erdölversorgung zweifeln.

Die steigende Nachfrage der Schwellenländer nach Rohöl wird angesichts der schwindenden Verfügbarkeit des Rohstoffes eher dafür sorgen, dass der Benzinpreis sein hohes Niveau beibehält. Dafür spricht auch, dass die Zahl der Neuzulassungen in China inzwischen die der Europäischen Union übersteigt.

Rezession könnte sinkende Benzinpreise verursachen

Eine Rezession wäre eins der Dinge, die zurzeit dazu beitragen könnten, dass Benzin an den Zapfsäulen billiger wird. Sollten sich Regierung und Opposition in den USA nicht über den Haushalt einigen und eine Schuldenbremse in Kraft treten, könnte es zu einer weltweiten Wirtschaftskrise kommen. Die in diesem Zusammenhang sinkende Erdölnachfrage würde den Einkaufspreis nach unten drücken.

Ein gegenüber dem US-Dollar starker Euro könnte dafür sorgen, dass der Benzinpreis nicht ins Uferlose steigt. Ebenso kann die Erschließung neuer Erdölvorkommen kurzfristig für eine leichte Entspannung auf dem Markt sorgen. Zwar verfügt die Bundesregierung auch über einige Instrumentarien, die den Benzinpreis für einen überschaubaren Zeitraum nach unten drücken könnten. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es zu Maßnahmen wie Rücknahme der Ökosteuer oder Freigabe der nationalen Reserven kommen wird.

Für eine Beibehaltung hoher Spritpreise spricht auch die nach wie vor herrschende Marktmacht der wenigen großen Ölkonzerne. Deren Dominanz wird zugeschrieben, dass die Verbraucher für Benzin trotz sinkender Abgabemengen in den letzten Jahren ständig mehr bezahlen mussten.

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Erstellt:
22. Januar 2013, 12:23 Uhr
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