Arne Hildebrandt DH

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Benzinpreise klettern

Frustfahrt

Noch 97 Kilometer. So viel kann ich noch fahren, sagt der Bordcomputer. Dann ist der Tank leer. Die Anzeige leuchtet bereits auf. Aber an Tankstellen fahre ich vorbei. Vielleicht ist der Sprit morgen ja billiger. 1,68 Euro für den Liter Super, 1,52 Euro für den Liter Diesel. Gestern ging mir wieder die Galle hoch. Die Benzinpreise steigen und steigen, aber die meisten Löhne nicht.

Schlimm, wenn man aufs Auto angewiesen ist. Pendler und Berufstätige, die mit ihrem Auto dienstlich fahren müssen, sind besonders gekniffen. Die Pendlerpauschale will die Regierung nicht erhöhen, dabei wäre es bitter nötig. 30 Cent pro Kilometer – damit kann man bei diesen Benzinpreisen kein Auto finanzieren.

Erinnern Sie sich noch? Fünf Mark sollte der Liter Benzin kosten, forderten die Grünen einst. In Euro umgerechnet sind wir davon nicht mehr weit entfernt. Wenigstens sie können sich über die Spritpreise freuen.

Arne Hildebrandt

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Erstellt:
2. März 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 29sec

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