Schuldnerberater Wolfgang Lippel. Paritätischer

Schuldnerberater Wolfgang Lippel. Paritätischer

Landkreis 05.04.2018 Von Die Harke

„Beratungsangebot der sozialen Arbeit“

Fachverbände beschließen Konzept zur Sozialen Schuldnerberatung

„Die Schuldnerberatung ist Teil der sozialen Arbeit und ihrem Grundverständnis nach den allgemeinen Menschenrechten, dem Sozialstaatsgebot und der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet – das ist die Kernaussage des Konzeptes, das jetzt vom Dachverband der Schuldnerberatung verabschiedet wurde. „Das hat Wolfgang Lippel, Schuldnerberater des Paritätischen, jetzt mitgeteilt. In der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV), in der die Wohlfahrtsverbände und die Fachorganisationen der Schuldner- und Verbraucherberatung vertreten sind, sei ein 18 Seiten umfassendes Konzept jahrelang diskutiert und jetzt verabschiedet worden.

Laut Wolfgang Lippel, langjährigem Schuldnerberater des Paritätischen Nienburg und Vertreter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in der AG SBV, fasst das Konzept die vielfältigen Leistungen, Aufgaben und Funktionen der Sozialen Schuldnerberatung zusammen. Dies sei auf Bundesebene erstmals von allen Verbänden gemeinsam getragen worden.

Die zentralen Aussagen, so der Schuldnerberater, sind folgende: „Soziale Schuldnerberatung versteht sich als Beratungsangebot der Sozialen Arbeit und der Verbraucherberatung, die Überschuldeten Hilfestellung gibt, um eine wirtschaftliche Sanierung und psychosoziale Stabilität bei den Ratsuchenden zu erreichen. Sie trägt mit dazu bei, private Haushalte, Familien und Einzelpersonen an der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung und am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben zu lassen. Nicht zuletzt trägt sie zur Sicherung und Entfaltung der Kaufkraft bei und ermöglicht das Bilden von Rücklagen für die Altersvorsorge und/oder für eine Absicherung gegen Krankheit. Dies ist ein Nutzen für die ganze Gesellschaft.“

Lippel betont die Grundsätze der Freiwilligkeit, Verschwiegenheit, Teilhabe und Hilfe zur Selbsthilfe für die Betroffenen. Die Beratung müsse ganzheitlich erfolgen und alle Aspekte mit einbeziehen. Für den Paritätischen Wohlfahrtsverband und seine Schuldnerberatungsstellen, fügt der Berater hinzu, seien diese Prinzipien aber nichts Neues. Schon im Februar 2005 habe der Verband ein Papier verabschiedet, in dem diese Grundsätze auch enthalten waren. Die Paritätischen Schuldnerberatungsstellen fühlten sich diesen immer verpflichtet.

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Erstellt:
5. April 2018, 21:00 Uhr
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