Spannung zwischen Israelis und Palästinensern: Für die Unruhen gibt es mehrere Auslöser. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Spannung zwischen Israelis und Palästinensern: Für die Unruhen gibt es mehrere Auslöser. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Jerusalem 08.05.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Berichte: Schwere Zusammenstöße in Jerusalem mit Verletzten

Bei schweren Auseinandersetzungen in Jerusalem sind nach Medienberichten Dutzende Menschen verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, kam es gestern Abend in der Altstadt auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif/Das edle Heiligtum) zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Dabei seien unter anderem Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten geworfen worden. Diese gingen dann gegen Randalierer vor.

Israelische Medien berichteten unter Berufung auf den Palästinensischen Roten Halbmond von 163 verletzten Palästinensern. Die israelische Polizei sprach von bislang sechs verletzten Beamten. Tausende Gläubige hatten sich zuvor auf dem Tempelberg zu Gebeten am letzten Freitag im muslimischen Fastenmonat Ramadan versammelt.

Seit Ramadan-Beginn und der Verschiebung der palästinensischen Parlamentswahl war es wiederholt zu Spannungen und Gewalt im Westjordanland und im Ostteil Jerusalems gekommen. Als Auslöser für die Unruhen in Jerusalem galt zunächst Zorn der Palästinenser über Sperrmaßnahmen der israelischen Polizei im Bereich der Altstadt während des Ramadan. Zuletzt verschärfte ein Konflikt um mögliche Räumungen von palästinensischen Familien im Viertel Scheich Dscharrah die Spannungen. Israelische Sicherheitskräfte hatten gestern Vormittag einen Anschlag auf einen Stützpunkt im Norden des Westjordanlandes verhindert. Zwei Angreifer wurden getötet.

Der Status Jerusalems ist eine der zentralen Streitfragen im Nahost-Konflikt. Israel beansprucht Jerusalem als „ewige und unteilbare Hauptstadt“ für sich. Die Palästinenser halten ihrerseits an ihrem Anspruch auf Ost-Jerusalem als Hauptstadt fest.

© dpa-infocom, dpa:210508-99-514647/2

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Erstellt:
8. Mai 2021, 04:23 Uhr
Lesedauer:
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