Dem Berliner Stadtteil Moabit verdankt das Jazzquartett „Berlin 21“ seinen Namen. Foto: Christa Zwingenberger

Dem Berliner Stadtteil Moabit verdankt das Jazzquartett „Berlin 21“ seinen Namen. Foto: Christa Zwingenberger

Nienburg 04.02.2020 Von Die Harke

Berliner Jazzquartett kommt

Am Samstagabend live in Nienburg

Das Jazzquartett „Berlin 21“ steht für das quirlig multikulturelle Lebensgefühl Moabits. Dieser temperamentvolle Stadtteil Berlins ist geprägt von Dynamik und parallelen Lebenswelten. Am Samstag, 8. Februar, spielen sie ab 21 Uhr live im Jazz-Club Nienburg.

Mit ihrem zweiten Album „Odds On“ setzen die vier Virtuosen Torsten Zwingenberger (Schlagzeug), Lionel Haas (Piano), Tim Seier (Gitarre) und Martin Lillich (Bass) einen neuen Meilenstein. Für „Berlin 21“ bedeutet Musik Lust und Sinnlichkeit und gespielt wird, was allen Spaß macht – Musikern wie Zuhörern.

Mit ihren Stücken, allesamt Eigenkompositionen, angereichert mit viel Soul- und Bluesfeeling, nehmen sie ihr Publikum mit auf eine musikalische Weltreise von Afrika übers Schwarze Meer nach Nord- und Südamerika. Fünfe werden gerade gelassen, New Orleans Groove wird mit arabischem Funk gemixt, rasender Bebop trifft auf loungigen Smooth Jazz und Boogie Woogie bekommt ein neues Gesicht. Das gemeinsame Swingen und Grooven ist dabei oberste Prämisse. Vielseitig, frisch, unterhaltsam – so gehen „Berlin 21“ ins Rennen und setzen damit aufs richtige Pferd.

Der Schlagzeuger Torsten Zwingenberger zählt zu den umtriebigsten Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene und ist die treibende Kraft der Band. Über 100 Konzerte im Jahr, internationale Tourneen und zahlreiche Projekte als Bandleader sowie als Sideman stehen auf seiner Agenda. Bereits als Mittzwanziger arbeitete er mit Jazzlegenden wie Buddy Tate, Harry „Sweets“ Edison und Joe Pass zusammen. Darüber hinaus hat er mit Drumming 5.1 eine sensationelle Technik des Schlagzeugspiels entwickelt, für die er das klassische Drumset um vielfältige Perkussionsinstrumente erweitert und mit artistischer Präzision aller vier Gliedmaßen bespielt.

Seit 1980 lebt Torsten Zwingenberger in Moabit, dem zentral gelegenen Berliner Stadtviertel, das früher den Postzustellcode 1000 Berlin 21 trug. Dieser lang unterschätzte Bezirk ist so typisch für Berlin: ehrlich und direkt, schnodderig, witzig und charmant. Inmitten der bunten Moabiter Vielfalt hat Zwingenberger viele seiner legendären Bandformationen gegründet, so auch „Berlin 21“.

Der Pianist Lionel Haas, 1971 in Bonn geboren, spielt seit seinem neunten Lebensjahr Klavier. Nach einem vier Jahre langen Aufenthalt in Washington DC lebt er seit 1999 in Berlin und arbeitet neben seinen Trio-, Quintett- und Oktettformationen als einer der gefragtesten Sidemen der Berliner Jazzszene. Er ist in vielen Jazzstilen zuhause und beweist sich immer wieder als hochvirtuoser Solist mit ausgeprägtem Bluesfeeling.

Martin Lillich, Autodidakt auf dem E-Bass, studierte Kontrabass an der Hochschule der Künste bei Klaus Stoll und spielt darüber hinaus einen sechssaitigen Fretless Akustikbass. Musikalisch bewegt er sich zwischen Klassik, Karibik, Jazz, Balkan und Bosporus, New Klezmer-Szene und Flamenco. Lillich ist als Solist und als Sideman fester Bestandteil der Berliner und der deutschen Jazz-Szene. Von 1995 bis 2005 war er Lehrbeauftragter an der Jazzhochschule Hanns Eisler. Seit 2003 ist er Bandleader bei Pompduck & Circumstance und seit 2010 arbeitet er bei der Global Music Academy.

Virtuos und harmonisch ist das Gitarrenspiel des jungen Kanadiers Tim Seier. Geboren 1991 und aufgewachsen in Winnipeg, lebt er seit 2015 in Berlin. Seier begann im Januar 2016 bei „Berlin 21“ und begeisterte von Anfang an das Publikum und die Presse.

Am kommenden Samstag ist dieses außergewöhnliche Jazzquartett nun live im Nienburger Jazz-Club zu erleben. Konzertbeginn ist wie immer um 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 13 Euro, Clubmitglieder zahlen sechs Euro.

Weitere Infos unter www.jazzclub-nienburg.de


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