Das Boot der Kreisfeuerwehr bereitet die Bergung des Toten vor. Foto: Habermann

Das Boot der Kreisfeuerwehr bereitet die Bergung des Toten vor. Foto: Habermann

Landesbergen, Estorf 01.06.2020 Von Jan Habermann

Besatzungmitglied tot in Weser aufgefunden

DLRG findet Leiche: Mann stolpert und verfängt sich im Schiffsnetz

Ein tragisches Unglück führte in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag zu einem Einsatz von Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienst und Polizei an der Weser zwischen Landesbergen und Estorf.

Ein Besatzungsmitglied eines Schüttgutschiffs, welches an einem Anleger des Kiesabbaugebietes zwischen Landesbergen und Estorf festgemacht hatte, stolperte vermutlich über ein Netz, was auf dem Schiff lag und fiel daraufhin in die Weser. Offenbar verhedderte sich der Mann so unglücklich in dem Netz, dass es ihm nicht gelang, sich wieder daraus zu befreien.

Die zwei weiteren Besatzungsmitglieder bemerkten zunächst nichts von dem Unglück. Nachdem sie ihren Kollegen nach einiger Zeit vermissten und nach einer Suche auf dem Schiff nicht finden konnten, setzen sie gegen Mitternacht den Notruf an die Rettungsleitstelle ab, die daraufhin mit dem Stichwort „vermisste Person in der Weser“ Alarm für die Feuerwehren Landesbergen und Liebenau, die Einsatzleitung-Ort der SG Mittelweser, die Bootsgruppe und die Drohnengruppe des Landkreises sowie für die DLRG Ortsverbände Nienburg und Rehburg-Loccum, die Polizei und den Rettungsdienst auslöste.

Die Einsatzkräfte konnten die leblos im Wasser treibende männliche Person bereits nach kurzer Zeit ausfindig machen. Ein umgehend eingesetzter Taucher der DLRG konnte den Leichnam kurze Zeit später von einem Feuerwehrboot aus bergen. Die Kräfte der Feuerwehr Landesbergen leuchteten die Einsatzstelle umfangreich aus.

Die Drohnengruppe, die Feuerwehr Liebenau sowie ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber mussten die Einsatzstelle nicht mehr ansteuern. Neben Gemeindebrandmeister Jürgen Meyer und seinem Stellvertreter Andreas Haake waren auch Führungskräfte der Kreisfeuerwehr vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Der Einsatz endete um 1.30 Uhr nach rund eineinhalb Stunden.

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Erstellt:
1. Juni 2020, 08:37 Uhr
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