03.02.2013

Besitzer muss sich selbst kümmern

Die Arbeitsgemeinschaft der Schornsteinfeger im Landkreis informiert über neues Gesetz

Landkreis (DH). Die Arbeitsgemeinschaft der Schornsteinfeger im Landkreis Nienburg weist darauf hin, dass seit dem 1. Januar 2013 für alle Hauseigentümer die Möglichkeit besteht, für gewisse Schornsteinfeger-Tätigkeiten, wie messen und kehren, einen qualifizierten Schornsteinfeger ihrer Wahl zu beauftragen.

Nach Ablauf der seit 2008 laufenden Übergangsfrist des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes sollten Hauseigentümer die Weichen dafür stellen, wer die vorgeschriebenen Arbeiten an ihren Feuerungsanlagen durchführen soll.

Während sich bislang der jeweilige Bezirksschornsteinfeger um das ordnungsgemäße Funktionieren der Feuerungsanlagen selbstständig kümmerte, soll nun Konkurrenz das Geschäft beleben.

Für die Hauseigentümer hat dies zur Konsequenz, dass sie sich künftig selbst darum kümmern müssen, dass ihre Feuerungsanlage regelmäßig gekehrt und überprüft wird , informiert Robert Bode, Kreismeister der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger im Landkreis Nienburg.

Der Hauseigentümer muss anhand spezieller Formblätter seinem zuständigem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger nachweisen, dass die geforderten Arbeiten nach Feuerstättenbescheid fristgerecht durchgeführt wurden.

Die Verantwortung und damit das verbundene Risiko liegt nun bei den Eigentümern erläutert Bode.

Gehen die Formulare nicht fristgerecht ein, muss der bevollmächtige Bezirksschornsteinfeger die nicht erledigten Arbeiten der Behörde weitermelden.

„Wer seinen bisherigen Schornsteinfeger weiterhin mit den anfallenden Arbeiten betraut, umgeht das aufwendige Formblattsystem“, weist Bode auf eine Möglichkeit der Verfahrenserleichterung hin. Wer also nicht wechseln möchte, werde auch ohne Beauftragung seines teilweise bereits seit Jahrzehnten bekannten Schornsteinfegerbetriebs vertrauensvoll und zuverlässig bedient.

Für die sogenannten hoheitlichen Aufgaben bleibt in jedem Falle der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger zuständig. Er bleibt auch weiterhin Ansprechpartner des Hauseigentümers. Zu den hoheitlichen Tätigkeiten zählen die Feuerstättenschau als Sicherheitsüberprüfung der gesamten Feuerungsanlagen/Schornsteine (durchzuführen zweimal in sieben Jahren), die Abnahme neuer Feuerstätten und Schornsteine, die Durchführung von behördlich angeordneten Ersatzvornahmen, wenn der Hauseigentümerseinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, und der Erlass des Feuerstättenbescheides“, so Bode.

Für weitere Fragen steht der zuständige bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger jederzeit gerne zur Verfügung. Informationen gibt es auch unter www.ag-

schornsteinfeger.de.

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Erstellt:
3. Februar 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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