Kater Freddy

Kater Freddy

05.10.2014

Bessere Zukunft gesucht

Katzenfreunde von Amigo hoffen auf ein neues Zuhause für Kater „Freddy“

Nienburg. Wieder erreicht den Amigo e.V. eine eher traurige Lebensgeschichte eines Katers, der unverschuldet auf der Straße gelandet ist. An einem Donnerstag beobachtete die Betreuerin mehrerer Katzenfutterplätze, dass einer ihrer Schützlinge eine Lahmheit in der Hinterhand zeigte. Sie hat sich sofort mit den Grundstücksbesitzern in Verbindung gesetzt, die diesen Kater hauptsächlich mit Futter versorgen. Und das seit einigen Jahren. Diese wollten die Lahmheit jedoch nicht bemerkt haben und waren nach Darstellung der Tierschützer zunächst auch nicht gewillt, dem Kater zu helfen. Doch die Katzenfreundin blieb hartnäckig, als sie den Kater am nächsten Tag erneut humpelnd antraf. Daraufhin heftete sie den älteren Herrschaften eine Notiz an den Briefkasten, dass der Kater medizinisch versorgt werden müsse. Als Antwort bekam sie postwendend ebenfalls eine Notiz zurück am Briefkasten, dass der Kater gesund sei, man damit nichts zu tun haben wolle und außerdem ein Tierarztbesuch ja Geld kosten würde.

Daraufhin wandte sich die besorgte Tierfreundin an die Katzenhilfe Amigo e.V.. Letztendlich lenkten die älteren Leute insoweit ein, dass der verletzte Kater dann am nächsten Tag eingefangen und in der Tierklinik untersucht und geröntgt werden konnte. Der Kater hatte eine Verletzung am Rücken, die zur Ausheilung eine vier- bis sechswöchige Schonhaltung erforderte. „Sehr häufig wird so eine Verletzung z.B. durch einen Tritt verursacht oder geschieht, wenn ein Tier beim Sprung mit einer Pfote hängen bleibt“; so Amigo-Vorsitzende Christiane Prütz. Mangels Alternativen und Platz ist Kater „Freddy“ dann nach drei Tagen Klinikaufenthalt in die Nienburger Pflegestelle des Amigo e.V. eingezogen und teilt sich das Katzenzimmer mit sieben kleinen Katzen-Zwergen aus Rodewald.

Die ersten Tage hat der Kater in einer großen Hundeflugbox verbracht, bis er wegen einer Magenverstimmung erneut zum Tierarzt musste. Nach dem Arztbesuch durfte Freddy sich im Katzenzimmer dann auch frei bewegen. Die nächsten zwei Wochen konnte er allerdings mit den Hinterbeinen kaum laufen und hatte große Schmerzen. Inzwischen ist er jedoch wieder fast ganz fit und soll nun wieder ein richtiges Zuhause mit Freigang bekommen.

Denn wie sich herausstellte, ist Freddy ein äußerst liebenswürdiger, zutraulicher und extrem verschmuster menschenbezogener Kater, der an Zuwendung und Streicheleinheiten gar nicht genug bekommen kann. Freddy ist der Katzenfreundin sogar hinten auf den Fahrradkorb gesprungen, wenn sie zum Zeitungaustragen an seiner Futterstelle vorbeikam. Er geht zwar auf jeden freundlich zu, aber auf andere Katzen reagiert er sehr eifersüchtig und eignet sich daher eher für eine Einzelhaltung mit Freigang. Auch hatte er in seinen ersten ein bis zwei Jahren ein festes Zuhause, bis seine damaligen Besitzer ihn vor die Tür setzten. Seitdem war er gezwungen, sein Dasein auf der Straße zu fristen.

Christiane Prütz möchte Freddy gerne in gute Hände vermitteln, da er nicht wieder auf die Straße soll. „Es ist einfach zu schade, dass ein so liebenswertes, menschenbezogenes Tier ein unsicheres Leben auf der Straße fristet. Er würde sich über ein Sofa, endlos viele Streicheleinheiten und Freigang sicher riesig freuen. Freddy ist etwa fünf bis sechs Jahre alt und einfach ein super charmanter Kerl. Er ist mit jedem gut Freund und lässt sich gerne verwöhnen“, so die Vorsitzende. DH

Wer sich für Freddy oder auch eines der anderen zahlreichen Katzenkinder interessiert, kann sich unter 0 15 25/6 94 85 97 oder kontakt@amigo-tierschutz.de an den Verein wenden. Eine finanzielle Unterstützung ist durch eine Spende auf das Konto IBAN: DE23 2569 0009 0001 4168 00 und BIC: GENODEF1NIN möglich.

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Erstellt:
5. Oktober 2014, 00:00 Uhr
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