Ein 28-jähriger Mann wurde Opfer eines Betrugsfalls mit alter rumänischer Währung. animaflora / Fotolia

Ein 28-jähriger Mann wurde Opfer eines Betrugsfalls mit alter rumänischer Währung. animaflora / Fotolia

Uchte 17.06.2019 Von Polizeipresse

Betrug mit alter rumänischer Währung

Ein 28-Jähriger ist am Sonntag, 16. Juni, auf eine Betrugsmasche hereingefallen. Mehrere Personen, darunter auch eine Frau und mehrere Kinder, haben nahe eines Parkplatzes an der B 61 im Bereich Uchte „Haferkuhle“ durch Handzeichen andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam gemacht und eine Notlage vorgetäuscht. Die Personen führten zwei Fahrzeuge mit. Ein vorbeikommender Mann aus Petershagen nahm an, dass diese Personen Hilfe benötigten und hielt deshalb an, teilte die Polizei mit.

Die südländisch wirkenden und nur sehr gebrochen deutsch sprechenden Personen haben ihn gebeten, vorhandene ausländische Banknoten gegen dringend benötigtes Euro-Bargeld einzutauschen. Sie schilderten dem Helfer ihre vermeintliche Notlage und berichteten von einer Fahrzeugpanne und dringend benötigtem Benzin und Geld für Essen.

Die unbekannten Personen boten an einen 1000-Lei-Schein einzutauschen. Dieser Schein sollte angeblich einen Gegenwert von etwas über 200 Euro haben. Eine erste Internetrecherche vor Ort bezüglich. des Wechselkurses lies den Helfer zunächst weiter annehmen, dass dieser 1000-Lei-Schein tatsächlich noch den genannten Gegenwert habe. Er ging auf die Bitte der vermeintlich hilfsbedürftigen Personen ein und tauschte einen 1000-Lei-Schein gegen 200 Euro. Erst zu Hause, bei einer intensiven Betrachtung des Scheines und einer weitergehenden Recherche stellte der junge Mann fest, dass es sich um einen veraltete rumänischen Geldschein handelt.

Bei einer dortigen Währungsreform wurde nicht nur der 1000-Lei-Schein vollständig abgeschafft, auch fand eine Entwertung statt. Heutzutage ist der 500-Lei-Schein Rumäniens größte Banknote. Und der tatsächliche Gegenwert eines alten Tausenders beträgt nur rund 20 Cent.

Wer Angaben zu den beschriebenen Personen oder von ihnen mitgeführten Fahrzeugen machen kann, wird gebeten sich mit der Polizei in Stolzenau unter der Telefonnummer 05761 92060 in Verbindung zusetzten.

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Erstellt:
17. Juni 2019, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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