In Stolzenau gingen Leute von hHaus zu Haus und baten um Geld. Foto: Africa Studio - stock.adobe.com{*/BU/Fotohinweis}

In Stolzenau gingen Leute von hHaus zu Haus und baten um Geld. Foto: Africa Studio - stock.adobe.com{*/BU/Fotohinweis}

Stolzenau 29.04.2021 Von Heidi Reckleben-Meyer

Bettler in Stolzenau: Kein Straftatbestand

Mehrere Personen sind am Mittwoch in Stolzenau von Haus zu Haus gegangen und haben an den Haustüren um Geld gebeten oder nach Arbeit gefragt. Einige Personen sprachen nicht, sondern überreichten einen Zettel, auf dem stand, dass das Geld für ein Ticket in die Heimat benötigt werde.

Weil in einigen Straßen ein ähnliches Vorgehen weiterer Personen beobachtet worden war, gingen Anrufe bei der Polizei in Stolzenau ein. Beamte des Einsatz- und Streifendienstes trafen insgesamt sechs Personen an unterschiedlichen Orten an überprüfte, die Personalien.

„Es gab aus unserer Sicht dabei aber keine strafrechtlich relevanten Verstöße. Wir haben allerdings das Von-Haus-zu-Haus-Gehen unterbunden“, hieß es dazu gestern auf HARKE-Nachfrage. Weiteres Betteln sei ihnen untersagt und ein Platzverweis erteilt worden.

Betteln könne in Ausnahmefällen strafrechtlich verfolgt werden, wenn das Verhalten einen anderen Straftatbestand wie etwa den des Betrugs oder Nötigung erfülle, hieß es von der Polizei. Das komme in Betracht, wenn sich die Täter beispielsweise unter Vortäuschung von Blind- oder Taubheit, um Mitleid zu erzeugen, und damit einhergehender Hervorrufung eines Irrtums oder auf besonders aufdringliche Art und Weise Bargeld erbetteln. Ein dahin gehender Verdacht erhärtete sich in diesen Fällen jedoch nicht.

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Erstellt:
29. April 2021, 14:16 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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