Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands: Friedhelm Julius Beucher. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands: Friedhelm Julius Beucher. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

München 22.08.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Beucher kritisiert „Inklusions-Alibi“ bei Münchner Multi-EM

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), hat Kritik an der Organisation der European Championships 2022 in München geübt. Die bei den Kanu- und Ruder-Europameisterschaften durchgeführten Para-Wettbewerbe seien „nur als Inklusions-Alibi“ durchgeführt worden, sagte Beucher dem Deutschlandfunk. Der 76-Jährige begründete dies mit den seiner Meinung nach extrem unattraktiven Zeiten für die Para-Sportler und der sehr geringen Präsenz in der Medienberichterstattung. Der DBS-Präsident hätte sich zudem im Münchner Olympiastadion Leichtathletik-Parawettbewerbe gewünscht. „Da hätte man die Faszination des Parasports hervorragend unterbringen können“, sagte Beucher. „Man hat schlichtweg gesagt: Es passt nicht da rein!“ Beucher warb zudem für eine künftige Bewerbung Deutschlands für die Olympischen und Paralympischen Spiele. „Wer solche attraktive Sportereignisse mit einer solchen Zuschauerresonanz nicht nutzt, um einen Prozess in Gang zu setzen, auch um diese Spiele nach Deutschland zu holen, der hat nicht begriffen, was für Chancen das auch für den Sport bietet“, sagte er.

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Erstellt:
22. August 2022, 07:06 Uhr
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