Stefan Schwiersch DH

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Beulengefahr am Sportplatz

Von Stefan Schwiersch

Im Kreis Nienburg gibt es einige wenige Fußballplätze, da kann man ziemlich dicht am Geschehen parken, manchmal sogar ganz bequem nahe an der Linie. Zum Beispiel in Wietzen. Oder beim SC Uchte hinter dem Tor. Es gibt aber zwei gute Gründe, von diesen bequemen Parkplätzen Abstand zu nehmen: 1. Jeder Gang macht schlank.

2. Beulengefahr.

Nun muss man bei den Offensivspielern des SC Uchte in dieser Saison nur bedingt Sorge haben, dass sie die benachbarten Autos verbeulen, weil sie ja zurzeit nicht besonders häufig aufs Tor schießen und daher die Gefahr, ausgerechnet Ihr Auto zu treffen, statistisch nicht allzu hoch ist. Aber sie ist latent vorhanden und außerdem spielt ja auch der Uchter Gegner 45 Minuten lang auf das Tor an der Straße.

Wie schnell da was passieren kann, das muss gerade Hannover 96 feststellen. Folgendes hat sich ereignet: Roman Prokoph aus dem Regionalliga-Team der „Roten“, bekannt für seinen harten Schuss, traf im Regionalliga-Spiel im Ricklinger Beekenstadion ausgerechnet ein Polizeiauto, das auf dem benachbarten Ascheplatz geparkt war. Das fand die Behörde aber gar nicht lustig, die Polizei fordert Schadenersatz in vierstelliger Höhe, bisher aber lehnt 96 die Haftung ab. Zurecht?

Der gesunde Menschenverstand sagt zwar: Wer neben einem Fußballplatz parkt, muss mit dem Risiko einer Ball-Beule leben, doch der Fall wird voraussichtlich gerichtlich geklärt, weil viele Faktoren eine Rolle spielen.

Wie auch immer: Prokroph scheint glimpflich davonzukommen. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung ist bisher nicht eingegangen.

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Erstellt:
10. November 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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