Freude über das neue Quad der Schnell-Einsatz-Gruppe der Landesberger Johanniter (von links): Nils Raake, Thomas Friedmann, Michael Zaudtke, Udo Friedmann und Axel Sudmann. Johanniter

Freude über das neue Quad der Schnell-Einsatz-Gruppe der Landesberger Johanniter (von links): Nils Raake, Thomas Friedmann, Michael Zaudtke, Udo Friedmann und Axel Sudmann. Johanniter

Landesbergen 02.08.2017 Von Die Harke

Bewährungsprobe beim „Conquest“ in Brokeloh

Neues Quad der Johanniter sorgt für schnelle Hilfe im unwegsamen Gelände

Es ist auffallend in den Farben leuchtrot und weiß beklebt, nur 2,2 Meter lang, dafür aber im unwegsamen Gelände unschlagbar: Seit Mitte Juli ist die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) der Landesberger Johanniter um ein taktisch sehr wertvolles, zusätzliches Rettungsmittel erweitert worden. Das neue Quad des führenden taiwanischen Herstellers TGB Blade 550 LT ist unter dem Funkrufnamen Akkon Nienburg 50-79-1 offiziell einsatzbereit. „Ob Personensuche in weitläufigen Landstrichen, Hochwassereinsätze, Rettungseinsätze bei extremen Wetterlagen wie Hochwasser oder Schneeverwehungen sowie bei Sanitätseinsätzen sind wir dank der hervorragenden Geländeeigenschaften künftig deutlich schneller bei einem Verletzten und können auch im Gelände agieren, wo herkömmliche Rettungsmittel an ihre Grenzen kommen“, schwärmt Nils Raake, Initiator des Projektes.

Um das mobile, mit bis zu zwei Sanitätern besetzte Rettungsmittel bei Bedarf schnell an jeden beliebigen Einsatzort zu befördern, wird das neue Gefährt als feste Einheit auf einem separaten Anhänger von einem Mannschaftstransportwagen zur Einsatzstelle transportiert. „Durch diese Art der Zuführung der beiden Komponenten können wir jederzeit sicherstellen, dass sowohl ausreichend Personal sowie auch Material zur Unterstützung bereit stehen“, ergänzt Raake.

Insgesamt 15 Sanitäter stehen im Bedarfsfall rund um die Uhr für einen schnellen Einsatz zur Verfügung, unter Federführung von Udo Friedmann haben sie zuvor eine Schulung in den speziellen Fahreigenschaften des flotten Gefährts erhalten. „Die hochbeinige Fahrweise und die Offroad-Auslegung verlangen von den Fahrern jedoch eine spezielle Fahrtechnik, insbesondere beim Kurvenfahren“, erläutert Friedmann.

Ausgestattet ist das auffällige Gefährt unter anderem mit einem automatischen externen Defibrillator (AED), einem Notfallrucksack mit besonderer Traumaausstattung wie Tourniquets und Beckenschlingen für ein breites Einsatzspektrum. Für Einsätze bei Dunkelheit stehen zudem leistungsstarke Such- und Arbeitsscheinwerfer zur Verfügung. Moderne Kommunikationsmittel wie ein digitales Handfunkgerät, eine Sondersignalanlage, ein zuschaltbarer Allradantrieb und Differentialsperre sowie eine Seilwinde runden die pralle Ausstattung ab.

Die Investitionskosten belaufen sich auf 15.000 Euro. „Ein Rettungsmittel dieser Art ist einzigartig im Landkreis Nienburg. Dank des großes Engagements der Firma Zausels Motorräder in Sulingen und dem engen Kontakt mit dem Werkstattchef Michael Zaudtke konnten viele Erfahrungen und Ideen in die Umsetzung des Projektes mit einfließen“, ergänzt Raake. Von den Johannitern waren zudem Thomas Friedmann, Udo Friedmann sowie André Schöne maßgeblich an der Realisierung des Projektes beteiligt.

Seine Bewährungsprobe absolviert das Quad aktuell beim „Conquest of Mythodea“ auf dem Rittergut Brokeloh.

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Erstellt:
2. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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