Marleen Ballnus, Claudia Dörge, Anja Wahl-Juretzko, Klaus Lüdeke und Tamara Ritter (von links) sowie Anke Heuer (nicht auf dem Foto) bilden das KoMBI-Projektteam. Anzutreffen sind sie sowohl im Sprotte in der Lehmwandlung als auch im „Mitmachladen“ im Nordertor. Hagebölling

Marleen Ballnus, Claudia Dörge, Anja Wahl-Juretzko, Klaus Lüdeke und Tamara Ritter (von links) sowie Anke Heuer (nicht auf dem Foto) bilden das KoMBI-Projektteam. Anzutreffen sind sie sowohl im Sprotte in der Lehmwandlung als auch im „Mitmachladen“ im Nordertor. Hagebölling

Nienburg 06.05.2017 Von Edda Hagebölling

Bewerbungen den Schrecken nehmen

Mit dem KoMBI-Projekt die Menschen in der Lehmwandlung und im Nordertor stärken / Heute: Das Projektteam

Zunächst einmal bis Ende 2018 läuft ein Projekt, das sowohl die Menschen in der Lehmwandlung und im Nordertor als auch die Stadtteile selbst stärken soll. Besonders angesprochen sind sogenannte Langzeitarbeitslose ab 26 Jahren. Frauen und Männer, die – aus welchen Gründen auch immer – den Kontakt zum Arbeitsmarkt verloren oder ihn noch gar nicht gefunden haben. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sollen ihnen Wege aufgezeigt werden, ihrem Alltag wieder eine Struktur zu geben.

DIE HARKE am Sonntag stellt in ihren nächsten Ausgaben all die Angebote vor, die das sogenannte 54856 den Menschen ab 26 Jahren macht, die in der Lehmwandlung oder im Nordertor zuhause sind, wieder einer Beschäftigung nachgehen oder trotz ihrer Erwerbstätigkeit Transferleistungen beziehen müssen und daran etwas ändern möchten. Die heutige Folge stellt die Menschen in den Vordergrund, bei denen die Fäden zusammenlaufen.

Das Projektteam besteht aus Marleen Ballnus, Claudia Dörge, Anke Heuer, Klaus Lüdeke, Tamara Ritter und Anja Wahl-Juretzko. Anzutreffen sind sie sowohl im Sprotte-Begegnungszentrum am Lehmwandlungsweg als auch im Ende Februar eröffneten „Mitmachladen“ an der Verdener Landstraße.

Marleen Ballnus und Klaus Lüdeke stehen den Ratsuchenden quasi in allen Lebenslagen zur Seite. „Wir erkunden, wo die Stärken und Schwächen liegen, ergründen, ob der Berufswunsch realistisch ist, machen Mut, sich für Neues zu öffnen, helfen bei der Bewerbung und halten bei Bedarf auch den Kontakt zum Arbeitgeber“, so Ballnus und Lüdeke. Und ergänzen: „Das Tempo, in dem wir dabei vorgehen, bestimmt jedoch der Betroffene selbst. Und auch, wie lange er von uns begleitet werden möchte.“

„Der Betroffene“ kommt entweder auf Vermittlung der Rahn Schulen oder des Jobcenters zu KoMBI, kann sich aber jederzeit auch aus freien Stücken an Tamara Ritter und ihr Team wenden. Gerne auch erst einmal völlig unverbindlich.

Für die Arbeit im Büro – einschließlich der Zwischenberichte an das Bundesverwaltungsamt – ist Anja Wahl-Juretzko zuständig. Mittlerweile leistet die Projekt-Mitarbeiterin aber auch so etwas wie Bewerbungshilfe. Nachdem sie 25 Jahre lang in einem Unternehmen für das Personalwesen zuständig war, weiß sie ziemlich genau, wie ein Lebenslauf auszusehen hat und wie man Bewerbungsgesprächen ihren Schrecken nimmt.

Dafür, dass es allen gut geht, sorgen Claudia Dörge und Anke Heuer. Sie kümmern sich zum einen darum, dass immer alles zur Verfügung steht, was für die einzelnen Angebote benötigt wird, sind aber nicht selten auch Teil der Gruppe und erfahren – beispielsweise beim gemeinsamen Abwaschen – wo der Schuh drückt. So ganz nebenbei erfahren sie dann schon mal, dass es um sie herum Frauen gibt, die gerne Fahrradfahren lernen würden.

Projektleiterin ist Tamara Ritter. Sie hat dafür Sorge zu tragen, dass all das, was in dem Projektantrag beschrieben ist, auch in die Tat umgesetzt wird. Demnächst nimmt sie an einer Tagung in Mönchengladbach teil, bei der es darum geht, noch mehr Input für den Projekt-Schwerpunkt „Stärkung der lokalen Ökonomie“ zu bekommen.

Dahinter kann sich durchaus verbergen, dass der Friseursalon um die Ecke nach dem – – altersbedingten – Ausscheiden der Inhaberin nicht schließen muss, sondern mithilfe des KoMBI-Projekts fortgeführt wird. Dank einer Kosmetikerin vor Ort kann, wer möchte, noch dazu lernen, sich vorteilhaft zurechtzumachen.

In der nächsten Folge soll der „Mitmachladen“ in [DATENBANK=3931]Nienburgs Nordertor[/DATENBANK] mit alle seinen Angeboten vorgestellt werden.

Wer sich unabhängig davon schon einmal informieren möchte, kann das Projektteam im Sprotte am Lehmwandlungsweg telefonisch unter 0 50 21/99 29 287 oder per E-Mail unter biwaq@nienburg.de erreichen.

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Erstellt:
6. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 48sec

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