Die Beratungsstelle „WohnWege“ des Vereins Herberge zur Heimat Nienburg präsentier für zwei Wochen eine besondere Ausstellung im Fundus-Kaufhaus in Nienburg. Foto: „WohnWege“

Die Beratungsstelle „WohnWege“ des Vereins Herberge zur Heimat Nienburg präsentier für zwei Wochen eine besondere Ausstellung im Fundus-Kaufhaus in Nienburg. Foto: „WohnWege“

Nienburg 06.11.2019 Von Die Harke

„Bezahlbare Wohnungen für alle“ gefordert

Ausstellung „Keine Gnade auf der Straße“ im und am Kaufhaus Fundus

Ab kommenden Freitag präsentiert die Beratungsstelle „WohnWege“ des Vereins Herberge zur Heimat Nienburg für zwei Wochen eine besondere Ausstellung an einem besonderen Ort: dem Fundus-Kaufhaus (Ecke Lange Straße/Hafenstraße).

Fundus-Geschäftsführerin Bettina Mürche, zugleich Vorsitzende des Vereins Herberge zur Heimat, hofft zur Eröffnung der Fotoausstellung „Keine Gnade auf der Straße“ der Künstlerin Karin Powser am Freitag, 8. November, um 12:00 Uhr auf viele Interessierte: „Karin Powser war selbst lange wohnungslos und bildet mit ihren Bildern die Lebenswelt wohnungsloser Menschen besonders einfühlsam und realitätsnah ab.“

Neben den Landtagsabgeordnerten Helge Limburg (Grüne) und Dr. Frank Schmädeke (CDU) sowie einem Vertreter der „Selbstvertretung Wohnungsloser“ konnte Landrat Detlev Kohlmeier stellvertretend für den Landschaftsverband Weser-Hunte für ein Grußwort gewonnen werden.

Die Ausstellung, die bis 22. November bei Fundus zu sehen ist, wird außerdem von der Stiftung Niedersächsische Wohnungslosenhilfe und der Nienburger Sparkassenstiftung gefördert. Inhaltlich wird Dr. Stefan Schneider (Berlin) in die Ausstellung einführen.

Ziel dieser Fotoausstellung ist es, wohnungslose Menschen zu unterstützen. „Wir wollen sowohl auf die Diskriminierung eines wachsenden Anteils von Wohnungssuchenden als auch auf den Mangel an bezahlbarem Wohnraum auf dem Wohnungsmarkt hinweisen“, lassen Claudia Vogt und Annette Hillmann-Hartung mitteilen, die sich bei der Beratungsstelle „WohnWege“ für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen engagieren. Gefördert wird diese Aufgabe über den „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ (EHAP) und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

„Neben der politischen Forderung nach bezahlbarem Wohnraum für alle, bieten wir auch Gelegenheit zur unmittelbaren Unterstützung“, sagt Matthias Mente von der gemeinnützigen Nienburger „WohnRaumhilfe“. Als Gesellschaft des Vereins Herberge zur Heimat hofft die „WohnRaumhilfe“ auf diesem Weg dringend benötigte Wohnungen zur Anmietung angeboten zu bekommen. Außerdem solle während der Ausstellung eine Spendenaktion „AKTIV Wohnraum schaffen“ zugunsten eines Wohnungsbauprojekts gestartet werden. Zudem können sich alle Besucher und Besucherinnen während der gesamten Ausstellungszeit mit einer Unterschrift unter die Europäische Bürgerinitiative „Housing for All“ für bezahlbaren Wohnungen einsetzen.

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Erstellt:
6. November 2019, 15:45 Uhr
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