Für die Kinder gab es ein buntes Programm. Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen

Für die Kinder gab es ein buntes Programm. Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen

Anderten 16.06.2017 Von Die Harke

Bibeln schmuggeln, wie Mönche schlafen

Übernachtungsaktion zum Thema „Die Lebensstationen von Martin Luther“ in Anderten

In der Schützenhalle von Anderten haben jetzt 41 Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren ein buntes Programm mit Geschichten, Spielen und Kreativstationen erlebt, die sich mit den Lebensstationen von Martin Luther beschäftigt haben. Zwölf Jugendliche und zwei Erwachsene der Evangelischen Jugend Nienburg und der Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen haben zusammen mit der Diakonin Julia Grasmück dieses Programm vorbereiten und die Kinder bei dieser Aktion begleitet.

„Was würdet ihr tun, um andere Menschen besser zu verstehen?“

Nach einigen Kennenlern-Spielen sind die Kinder in kleinen Gruppen durch fünf Stationen gegangen. An jeder Station haben sie zunächst eine Geschichte aus dem Leben von Martin Luther gehört, eigene Thesen zu einer Fragestellung formuliert und ein kleines Wettspiel gemeistert. Zum Beispiel waren Spiele dabei wie „Bibeln schmuggeln“, Bannbullenbote“ oder „Kutschenrennen“. Bei einer Station lautete zum Beispiel die Frage „Was würdet ihr tun, um andere Menschen besser zu verstehen?“ Darauf haben die Kinder folgende Antworten gegeben: Wir sprechen so miteinander, wie wir angesprochen werden wollen; Wie wir es meinen, so bringen wir es rüber; Wir wollen zuhören und auf die Inhalte eingehen; Wir wollen nachfragen, wenn wir etwas nicht verstanden haben; Wir wollen Aussagen hinterfragen.

Nach einer Stärkung mit Hotdog haben die Kinder sich auf verschiedene kreative Stationen verteilt, wo sie unter anderem Gläser gravieren, Taschen bedrucken oder Fliesen bemalen konnten. Und schließlich haben sie auf der großen Wiese in der Abendsonne noch ein Paar Wettspiele wie Thesenwettnageln oder Tintenfasswurf mit Bravour absolviert.

Nach einer sehr aktiven Andacht in der Kapelle machten sich die Kinder zwar bettfertig, doch an Schlafen war noch nicht zu denken, denn viele sind es nicht gewohnt in großen Schlafsälen wie die Mönche von damals zu schlafen. So störten sie sich gegenseitig beim Einschlafen, da sie so aufgeregt waren, dass erst gegen 1 Uhr morgens die Ruhe und der Schlaf einkehren konnten.

„Es war ein rundum gelungener Gottesdienst.“

Doch egal wie kurz der Schlaf war, um 6 Uhr waren schon die ersten wach. Nach Aufräumen und Frühstücken und Raum gestalten konnte nun auch ein gemeinsamer Familiengottesdienst am Sonntag um 10 Uhr gefeiert werden. Alle Kinder haben sich daran beteiligt: beim Spielen eines Theaterstückes (von der verlorenen und wiedergefundenen Tochter), durch Vorlesen der Texte (Gott ist für uns wie…) oder Gebete oder beim gemeinsamen Singen der Lieder (über die Liebe Gottes), die sie bei dieser Aktion neu kennen gelernt haben. „Es war ein rundum gelungener Gottesdienst mit über 100 Besuchern und eine spannende Aktion“, schreiben die Organisatoren.

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Erstellt:
16. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

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