Fynn Herbst erläutert bienenfreundliche Sträucher. Gemeinde Marklohe

Fynn Herbst erläutert bienenfreundliche Sträucher. Gemeinde Marklohe

Marklohe 07.06.2019 Von Die Harke

Bienen- und insektenfreundlicher Garten

Heinrich Meyer aus Marklohe lädt Schule und Kitas zur Besichtigung ein

Heinrich Meyer aus Marklohe hat in seinem Garten bienen- und insektenfreundliche Wildsträucher und Stauden angelegt. Diese präsentierte er nun Mädchen und Jungen der Grundschule sowie der Kindertagesstätten „Rappelkiste“ und „Clemenspatzen“. Von der Samtgemeinde waren Bürgermeisterin Dr. Inge Bast-Kemmerer und ihr Stellvertreter Matthias Sonnwald eingeladen. Mit Beratung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), einer Baumschule, die diese heimischen Wildsträucher züchtet und dem Gärtnermeister Fynn Herbst wurden 200 bienenfreundliche Wildsträucher und 100 Stauden in die Erde gebracht. Während der Besichtigung erklärte Herbst den Kindern die Sträucher und Pflanzen.

„Wildsträucher sind unersetzlich für Insekten, Bienen, Vögel und Säugetiere“, sagt Heinrich Meyer, der einen Beitrag für die Umwelt sowie für die Tier- und Pflanzenwelt leisten möchte. Wildbienen seien wegen ihrer Bestäubungsleistung auch in Niedersachsen unersetzlich.

„Es ist auch wichtig, den Kindern ein Vorbild zu sein und zu zeigen, wie sehr wir eine intakte Umwelt brauchen, in der alle Tiere und Menschen einen guten Lebensraum haben“, stellt Meyer klar, der auf weitere Gartenbesitzer hofft, die seine Aktion nachahmen. Es war ihm eine Freude zu sehen, wie interessiert die Kinder waren – zumal Umwelt und Klimaschutz Themen in den Schulen und Kitas sind. „Auch kleine Schritte helfen, um Umwelt, Klima und Natur positiv zu beeinflussen.“

Nach der Besichtigung des Gartens ging es zu dem in unmittelbarer Nähe im Wald gelegenen Naturlehrpfad, wo dann auf Einladung von Angelika und Heinrich Meyer gefrühstückt wurde.

Der Naturlehrpfad bietet Lehrtafeln zu Flora und Fauna. Er entstand im Mai 2003 mit einer Schutzhütte südlich der Gemeindestraße „Am Sechsacker“ unweit der Quelle des Markloher Dorfbaches. Er ist der Öffentlichkeit zugänglich. Zu erreichen ist er über die Straßen „An der Schleifmühle“ und den „Ruheforst“ oder über den „Hubertusweg“. Es finden auch Führungen für Heimatvereine, Dorfkulturkreise, Wandergruppen und gemeinnützige Institutionen statt. Schulen und Kitas sind ebenfalls jederzeit willkommen.

„Insgesamt stellt der Naturlehrpfad ein vorbildliches Projekt dar, welches den Mädchen und Jungen die heimische Natur näherbringt“, sagt Heinricht Meyer. Aus diesem Grund werde er auch von den Pädagogen der Region sehr geschätzt und unterstützt.

Im Laufe der Jahre wurde der Naturlehrpfad stetig erweitert – und zwar mit 50 Quiz- und Ratetafeln, die gestiftet wurden von der Bürgerstiftung Nienburg. Nach einer Idee der Grundschule Marklohe wurden ein Barfußpfad und ein Holzgerüst mit der Bestimmung von Laub- und Nadelbäumen angelegt. Fühlkästen wurden nach einem Vorschlag der Kita „Tausendfüßler“ aus Wietzen aufgestellt. Die Markloher Geschichte ist auf einer Schautafel aufgezeichnet. Ein Pavillon mit Sitzgelegenheiten lädt zu Ruhepausen ein. DH

Der Naturlehrpfad ist für alle Bürger, ob groß oder klein, und auch für Gruppen, Schulklassen und Kindergärten jederzeit offen und kann ohne Anmeldung besucht werden. Weitere Auskünfte gibt es per E-Mail an rathaus@marklohe.de oder bei Heinrich Meyer unter Telefon (05021) 915353.

Schautafeln informieren am öffentlichen Naturlehrpfad in Marklohe über Flora und Fauna. Gemeinde Marklohe

Schautafeln informieren am öffentlichen Naturlehrpfad in Marklohe über Flora und Fauna. Gemeinde Marklohe

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Erstellt:
7. Juni 2019, 12:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 26sec

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