Carsten Biermann, hier auf Cloney, schaffte gestern im S*-Springen erstmals in seiner Karriere einen „Hattrick“.Kleines Bild: Marion Kühnel vom RFV Bötenberg-Wietzen startete gestern mit Wembley in der S*-Dressur, verfehlte jedoch eine Platzierung. Schwiersch

Carsten Biermann, hier auf Cloney, schaffte gestern im S*-Springen erstmals in seiner Karriere einen „Hattrick“.Kleines Bild: Marion Kühnel vom RFV Bötenberg-Wietzen startete gestern mit Wembley in der S*-Dressur, verfehlte jedoch eine Platzierung. Schwiersch

Reiten 17.06.2017 Von Stefan Schwiersch

Biermann vor Biermann und Biermann

Der Lokalmatador schafft gestern beim Nienburger Reiterfest ein echtes Kunststück im S*-Springen

Dieses 29. Nienburger Reiterfest dürfte [DATENBANK=2288]Carsten Biermann[/DATENBANK] bis ans Ende seiner Tage nicht mehr vergessen. Der Routinier vom benachbarten [DATENBANK=3454]RFV Nienburg[/DATENBANK] glänzte bereits am Freitag mit dem Sieg im S*-Springen um den Preis der HARKE, doch gestern gelang dem 47-Jährigen bei der Traditionsveranstaltung des [DATENBANK=4385]RSV Alpheide-Nienburg[/DATENBANK] ein echtes Kunststück, vielleicht sogar ein Zauberstück. Die Endplatzierung im S*-Springen um den Preis der Sparkasse lautete: 1. Carsten Biermann auf Cancela, 2. Carsten Biermann auf Cloney, 3. Carsten Biermann auf Cyprina. „Hattrick“ nennt das der Fußballer! Vervollständigt wurde der Flug der Glückshormone durch zwei weitere „Begleiterscheinungen“: Für Biermann bedeutete der Sieg auf Cancela zugleich die Würde des neuen Bezirksmeisters; erstmals gewann der Nienburger diesen Titel, den er sich durch die Siege in den S-Prüfungen am Freitag und Sonnabend souverän verdiente. Zudem ritten mit Thorsten Röhr (RFV Landesbergen) auf Quinta Sophie und Gastgeberin Manuela Lachnit vom RSV Alpheide-Nienburg auf ihrem Cashmir zwei weitere lokale Größen in die Platzierung.

Den Bezirksmeister-Titel realisierte Biermann erst mit leichtem Verzug. Zunächst galt alle Konzentration, die drei Pferde souverän durch den anspruchsvollen Parcours zu führen. Das gelang jeweils fehlerlos und in guten Zeiten, der Rangvierte Bastian Schneider (RV Oldenburger Münsterland) benötigte mit Avourneen gute zwei Sekunden länger als Biermann mit Cyprina. „Die Leute aus dem Bezirk sind gestern auch schon gut rausgekommen, hatten aber mitunter ein bisschen Pech wie [DATENBANK=5321]Marc Striewe[/DATENBANK] oder Manuela Lachnit. Ich hatte also auch etwas Glück.“

Nun reitet Biermann zwar für den Nachbarklub RFV Nienburg, spürt bei seinen Starts auf der Anlage der Familie Rippe aber stets einen Heimvorteil. „Ich reite diesen Platz schon immer, bin seit der ersten Auflage dabei, habe Dieter Rippe damals im ersten Jahr auf dem Trecker geholfen, weil er eine Fräse brauchte und wir eine hatten – wir sind uns da freundschaftlich verbunden.“

Grund zum Strahlen hatte auch Biermanns Vereinsgefährte Sascha Böhnke: Der feierte gestern auf Clooney den Sieg in der S*-Dressur. Gestartet war auch Marion Kühnel vom RFV Bötenberg-Wietzen, die mit Wembley (Platz elf) und anschließend mit Hot Gossip (Platz acht) nicht in die Platzierung reiten konnte.

Heute steigt der Finaltag des Reiterfestes. Dabei wird ab 8 Uhr nahezu das komplette Spektrum angeboten. Höhepunkt sind die beiden S**-Prüfungen im Springen mit Siegerrunde (15.15 Uhr) und in der Dressur (15.30 Uhr), Spannung verspricht auch das S*-Zweiphasenspringen ab 14 Uhr. Den Abschluss bildet das E-Stafettenspringen um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Infos und Ergebnisse auf www.nienburger-reiterfest.de.

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Erstellt:
17. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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