Edda Hagebölling DIE HARKE

Edda Hagebölling DIE HARKE

Nienburg 19.05.2019 Von Edda Hagebölling

Bis zu zehn neue Nester

„Von überall aus dem Landkreis bekomme ich Meldungen über neu besetzte Nester. Neugründungen oder länger verwaiste und jetzt wieder besetzte. Bis zu zehn könnten es sein“, berichtet Dr. Reinhard Löhmer, Storchenbeauftragter für den Landkreis Nienburg. Der Bruterfolg lässt sich jedoch noch überhaupt nicht einschätzen. Dafür war es lange Zeit zu trocken und zu kalt. Man könne nur die Daumen drücken, so der Storchenexperte.

Über das aktuelle Geschehen im Nienburger Nest wird Petra Thies die HamS-Redaktion wieder auf dem Laufenden halten. Die Nienburgerin wohnt genau gegenüber. Drei Jungstörche hat sie ausgemacht. Hoffen wir auch für sie das Beste. Stark regen und Hagel sind für heute vorhergesagt. Was für eine gruselige Vorstellung.

Apropos: Haben auch Sie am Freitag noch einmal die Chance zu einem Theaterbesuch genutzt und sich mit der Addams Family gegruselt? Nienburgs Theatermacher haben den 30. Geburtstag der Spielstätte genutzt und zum Abschluss der Theatersaison 2018/2019 noch einmal die Geschichte der Familie spielen lassen, die als satirische Umkehrung der perfekten amerikanischen Kernfamilie gilt. Herrlich skurril.

Bereits am Mittwoch hatten Nienburgs Grüne zu einer kompetent besetzten Podiumsdiskussion über Sinn und Unsinn der sogenannten Wissensburg eingeladen. Wie ja schon mehrfach berichtet, soll an der Langen Straße gegenüber des historischen Rathauses ein Komplex entstehen, der Bibliothek und Archiv unter einem Dach vereint.

Nienburgs Bibliothek ist zurzeit noch im schwer sanierungsbedürftigen Posthof an der Georgstraße untergebracht, das Stadt- und Kreisarchiv hat seinen Sitz unter anderem in der nicht minder in die Jahre gekommenen – und bereits verkauften – Villa Holscher an der Verdener Straße.

Okay, die veranschlagten Baukosten von etwa 11,5 Millionen Euro sind Nienburgs Schuldenberg - trotz vor kurzem zugesagter Fördermittel – natürlich nicht gerade zuträglich. Die Idee dahinter wird Nienburgs Innenstadt aber in jedem Fall bereichern.

Anstelle des leerstehenden Wohn- und Geschäftshauses, dessen trostloser Zustand schon seit Jahren nur dadurch kaschiert wird, dass Tranparente mit Motiven von Nienburgs Wochenmarkt in den Ladenfenstern hängen, soll ein Treffpunkt entstehen. Ein Treffpunkt für alle, die gerne lesen, in alten Dokumenten stöbern oder einfach einmal verweilen möchten.

Die Gegner regten an, statt der „Wissensburg“ einen Komplex aus altengerechten Wohnungen und Pflegestützpunkt einzurichten. Auch wichtig, ohne Frage, aber das eine muss das andere ja nicht ausschließen. Hinzu kommt, dass ganz bestimmt auch die älteren Menschen die „Wissensburg“ gerne nutzen werden.

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Erstellt:
19. Mai 2019, 07:19 Uhr
Lesedauer:
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