Sebastian Stüben DH

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Bisschen was übrig

Schwarzteer

Es ist wieder einmal so weit: Schwarz arbeitende Teerkolonnen ziehen übers Land – jetzt sollen es Iren sein. Und sie wollen nach Angaben der Polizei unschuldige Senioren übers Ohr hauen. „Plötzlich sind sie da und haben ein verlockendes Angebot. Man habe in der Nachbarschaft gearbeitet und noch Teer übrig, der günstig verarbeitet werden könne, um notwendige Arbeiten auszuführen“, beschreibt die Polizei das beinahe teuflische Auftreten und Vorgehen.

Aber Vorsicht: „Oft handelt es sich um Betrug und Wucher, zudem wird auch die Schwarzarbeit gefördert. Nach polizeilichen Erkenntnissen sind die Arbeiten oft unfachmännisch ausgeführt und stehen in keinem Verhältnis zum geforderten Entgelt“, teilen die Ordnungshüter mit.

Und so plötzlich wie die Kolonne erschienen sei, sei sie auch schon wieder verschwunden, sagt die Polizei. „Ehe man Mängel erkennt, sind die Arbeiter fort. Etwaige berechtigte Garantieforderungen laufen ins Leere.“ Besonders fies: „Meist werden ältere Menschen überrumpelt, Arbeiten ausführen zu lassen, die dann mit überhöhten Rechnungen vor Ort bar beglichen werden sollen“, sagt die Polizei.

Unabhängig davon weist die Polizei auch darauf hin, dass es sich in der Regel um Schwarzarbeit handelt. „Es werden keine Abgaben abgeführt. Wer solche Teerkolonnen beauftragt, macht sich dadurch selbst strafbar.“ Im Zweifel sollen Betroffene die Polizei rufen, die dann die Arbeiter überprüfen können.

Sebastian Stüben

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Erstellt:
26. März 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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