pixabay / WorldSpectrum

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19.07.2019 Von Alan Smithee

Bitcoin: Höhenflug geht weiter

Nach einer eher ruhigen Woche hat der Bitcoin nun wieder Fahrt aufgenommen und nimmt jetzt Kurs auf die 13.000 US Dollar-Marke. Noch zu Beginn des Jahres lag die Kryptowährung bei 3.500 US Dollar - innerhalb von sechs Monaten hat sich der Wert des Bitcoin somit fast vervierfacht. Glaubt man den Prognosen, so ist aber auch noch lange kein Ende in Sicht.

Die Hintergründe des Comebacks

Es mag zwar jetzt wieder zahlreiche Kritiker geben, die nur darauf warten, dass die Blase platzt, doch der Bitcoin hat immer wieder bewiesen, dass er wohl nicht so leicht totzukriegen ist. Der Krypto-Winter ist scheinbar endgültig vorbei.

Die Gründe, warum der Höhenflug des Bitcoin scheinbar kein Ende nimmt, sind vielfältig. Unter anderem sind es mit Sicherheit auch geopolitische Faktoren - so ist wohl auch der Handelsstreit zwischen China und den USA dafür verantwortlich, dass der Preis des Bitcoin nach oben geschossen ist. Aufgrund der unsicheren Lage suchen Investoren nach Anlagealternativen zu den Aktieninvestments und stecken ihr Geld nicht nur in die Krisenwährung Gold, sondern auch in den Bitcoin, der zum Teil sogar schon als sicherer Hafen gesehen wird.

Aber auch Libra, der von Facebook vorgestellte Stable Coin, hat den Preis des Bitcoin spürbar nach oben getrieben. Libra wird von den Experten nämlich nicht als Konkurrenz verstanden, sondern als Ergänzung. Vielmehr handelt es sich bei der Facebook-Währung um ein PayPal 2.0 und nicht um eine weitere Kryptowährung.

Ein weiterer Grund, warum der Preis des Bitcoin wieder nach oben geklettert ist, war auch eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg: So wurde berichtet, Jihan Whu, einer der Bitmain Technologies-Gründer, will nun mit einem neuen Finanzdienstleister durchstarten. Bitmain Technologies, im Jahr 2013 gegründet, hat den Hauptsitz in Peking und befasst sich mit dem Bitcoin Mining. Innerhalb der Branche ist Whu als milliardenschwerer Investor bekannt, der nun mit einem neuen Angebot durchaus für frischen Wind sorgen könnte. Das heißt, der Kryptomarkt könnte bald von einem weiteren Motor angetrieben werden.

Das sogenannte „Halving“, also die Halbierung der Bitcoin-Menge, ist ein weiterer Grund, warum der Kurs des Bitcoin nach oben geklettert ist. Durch die Angebotsverknappung soll nämlich dem Wertverfall des Bitcoin entgegengewirkt werden.

Überspringt der Bitcoin jetzt die 20.000 US Dollar-Hürde?

Aktuell liegt der Bitcoin bei knapp unter 13.000 US Dollar. Berücksichtigt man den Umstand, dass die Mutter aller Kryptowährungen noch zu Beginn des Jahres bei 3.500 US Dollar, so kann man von einem durchaus gelungenen Comeback sprechen. Zudem sind die Prognosen auch wirklich vielversprechend: Zahlreiche Experten sehen den Bitcoin schon bei weit über 20.000 US Dollar - somit würde der Rekord, der im Dezember 2017 aufgestellt wurde, endgültig gebrochen werden.

Man sollte sich aber niemals auf Prognosen verlassen und nun hohe Summen in den Bitcoin investieren, weil man ja scheinbar nur gewinnen kann. Das wäre ausgesprochen gefährlich - es kann, auch bei sehr vielversprechenden Prognosen, immer in die andere Richtung gehen.

Lag der Bitcoin noch gegen Ende 2017 bei knapp 20.000 US Dollar, so folgte wenig später der Absturz: Innerhalb von wenigen Wochen ist der Bitcoin auf unter 10.000 US Dollar gerutscht - im Dezember desselben Jahres, also gerade einmal zwölf Monate später, lag der Bitcoin bei 3.100 US Dollar.

Auch die Altcoins werden wieder stärker

Natürlich hat der Höhenflug des Bitcoin auch Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt. Ethereum ist von knapp 100 US Dollar (Januar 2019) auf über 310 US Dollar gestiegen, der Litecoin von 30 US Dollar auf über 130 US Dollar und der Bitcoin Cash von 120 US Dollar auf über 400 US Dollar.

Aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung des Bitcoin einen enormen Einfluss auf den gesamten Markt hat, sollte man die Mutter aller Kryptowährungen auch dann verfolgen, obwohl man sein Geld in Altcoins investiert hat. Das Jahr 2018 hat nämlich eindrucksvoll gezeigt, dass ein Absturz des Bitcoin den gesamten Markt mitreißen kann.

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Erstellt:
19. Juli 2019, 09:09 Uhr
Lesedauer:
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