Südkreis/Petershagen 23.07.2019 Von Die Harke

Blaualgen verhageln Badevergnügen

Umweltamt des Kreises Minden-Lübbecke verhängt Badeverbot für Badesee in Lahde

Am Badesee Lahde, der auch Fans aus dem Nienburger Südkreis hat, besteht ein Badeverbot wegen eines vermehrten Aufkommens an Blaualgen. Besucherinnen und Besucher des Badesees werden außerdem gebeten, weitere Verhaltenshinweise vor Ort zu beachten. „Die am Badesee in Lahde befindliche Beach-Bar bleibt wie gewohnt geöffnet“, schreibt Sabine Ohnesorge von der Presestelle des Kreises Minden-Lübbecke. Während der Badesaison überwachen die Gesundheitsbehörden die Badegewässer nach den Vorgaben der Badegewässerverordnung auf bakterielle Verunreinigungen. Das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke hat aktuell Befunde mit mikroskopisch erhöhtem Nachweis von „Blaualgen“ (Mikrocystis aeroginosa) im Badesee Lahde erhalten.

Das Umweltamt des Kreises hat umgehend das Badeverbot in Absprache mit der Stadt Petershagen umgesetzt. Der See wird weiter regelmäßig beprobt im Abstand von einer Woche. Wenn die Belastung mit Cyanobakterien rückläufig ist, kann der See wieder freigegeben werden.

Massenvermehrungen von sogenannten Blaualgen (besser Cyanobakterien) treten vor allem bei hohen Wassertemperaturen in den Sommermonaten auf. Das Wasser verfärbt sich durch Cyanobakterien und kann einen üblen Geruch nach faulen Eiern und Gülle sowie nach Ammoniak verbreiten. Gesundheitlich problematisch sind allergische Haut- und Schleimhautreizungen durch Zellbestandteile der Bakterien.

Toxine von Cyanobakterien können Leber- und neurotoxische Wirkung entfalten. Einige dieser Gifte können im menschlichen Körper nicht abgebaut werden. Daher ist ein Verschlucken von Wasser, das stark mit Cyanobakterien durchsetzt ist, unbedingt zu vermeiden.

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Erstellt:
23. Juli 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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