Florian Niederlechner (l) stellte in Mainz früh die Weichen auf Augsburger Sieg. Foto: Kai Pfaffenbach/reuters/Pool/dpa

Florian Niederlechner (l) stellte in Mainz früh die Weichen auf Augsburger Sieg. Foto: Kai Pfaffenbach/reuters/Pool/dpa

Mainz 14.06.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Niederlechner-Blitztor sorgt für FCA-Sieg in Mainz

Ausgerechnet Florian Niederlechner hat mit seinem Blitztor beim FSV Mainz 05 die Hoffnungen des FC Augsburg auf den Bundesliga-Klassenverbleib enorm gesteigert.

„Letzte Woche war ich der Depp, jetzt bin ich der Held, das ist einfach das Schöne am Fußball“, sagte der 29-jährige Stürmer, der mit seinem Treffer nach nur 43 Sekunden die Partie entschied, am Sonntag im Sky-Interview. „Das war ein großer Schritt im Kampf gegen den Abstieg“, meinte er, gab aber auch zu. „Wir sind die glücklichen Sieger.“

Für Niederlechner ging mit seinem Blitztor eine Torflaute nach 858 Minuten und zehn Spielen zu Ende. Allerdings war es schon sein zwölfter Treffer, dem er gern weitere folgen lassen möchte - am liebsten schon am Mittwoch (20.30 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. „Es ist ein wichtiges Spiel, da wollen wir es schaffen.“

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich musste jedoch bis zum Schlusspfiff um den vielleicht vorentscheidenden Sieg zittern, mit dem die Fuggerstädter den Abstand zur Abstiegszone auf sieben Punkte ausbauten. „Man hat gesehen, dass es ein richtiges Abstiegsduell war“, befand Herrlich. Dass schnelle Tor sei psychologisch wichtig gewesen, und man habe dann einiges zu verteidigen gehabt. „Wir hatten das Glück, das uns in Köln nicht vergönnt war“, befand Herrlich im Rückblick auf das 1:1.

Die Augsburger erwarten am Mittwoch die 1899 Hoffenheim. FCA-Coach Herrlich warnte vor möglicher Euphorie: „Rechnerisch ist alles möglich. Wir versuchen, Punkte zu holen, ohne auf die anderen zu schauen.“

Die Mainzer blicken dagegen schon tief in den Abgrund. Drei Spiele vor Saisonende trennen sie nur drei Punkte zum Relegationsplatz und dem Liga-Vorletzten Werder Bremen. Nächster Gegner ist auswärts am Mittwoch Borussia Dortmund, danach folgen Werder Bremen und Bayer Leverkusen.

Der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer haderte vor allem mit dem schnellen Rückstand und der mangelnden Chancenverwertung. „Das ist der denkbar schlechteste Start in einem Spiel, in dem so viele Emotionen sind“, sagte er. „Wir müssen aus der Vielzahl der Torchancen, wir sprechen von 17 Torschüssen, etwas machen.“

Allerdings hatten die Rheinhessen nicht nur das schnelle Gegentor zu verkraften. Nach einem Kopfballduell in der 17. Minute fiel Taiwo Awoniyi, zuletzt einer der besten Mainzer, von der Schulter von Felix Uduokhai getroffen, ungebremst mit dem Kopf auf den Rasen. Er musste nach minutenlanger Behandlung mit einer Halskrause vom Platz getragen und ins Krankenhaus transportiert werden.

Nach dem Abpfiff konnte Beierlorzer jedoch Entwarnung geben. „Er ist bei Bewusstsein und hat eine schwere Gehirnerschütterung. Vorerst muss er zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben“, berichtete der Trainer. „Es war schlimm, das zu sehen“, sagte der Mainzer Innenverteidiger Jeremiah St. Juste.

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Erstellt:
14. Juni 2020, 19:31 Uhr
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